Reinhold Stärk gab als Dirigent sein Debüt bei einem wundervollen Herbstkonzert

Verfasser: Musikvereinigung Ebensfeld e.V.
Datum: 06.12.2016 12:12
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Da kann man noch so oft proben - ein gewisses Lampenfieber vor einem Live-Auftritt gehört bei Musikern einfach dazu. Beim Herbstkonzert der Musikvereinigung Ebensfeld in der Dreifachturnhalle war dieses vor allem einem Mann zuzugestehen - Reinhold Stärk. Das Konzert fand erstmals unter seiner Regie statt. Doch schon nach dem ersten Akkord war seine Aufregung und das Lampenfieber der Musiker verflogen. Die Veranstaltung stand heuer unter dem Motto "Abenteuer". So betitelt (englisch: "Adventure") eine fiktive Filmmusik aus der Feder von Markus Götz, mit der das Ensemble den Abend begann. Als eingespieltes Team erwies sich das Blasorchester ebenso bei den nachfolgenden Stücken. Die rund 200 Besucher ließen gedanklich den Alltag links liegen bei Stücken von Abba, einem Medley der Popband Pur oder der James-Bond-Filmmusik aus "Skyfall". Bei letztgenannter Darbietung überzeugte Lisa Weidner als Sängerin und bekam verdienten Sonderapplaus. Für ihr Herbstkonzert hatte sich die Musikvereinigung eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres einfallen lassen - mit barocken, modernen, aber auch klassischen Elementen. Eine Hommage an den legendären Blasmusiker Ernst Mosch war etwa das Stück "Strohwitwer". Seit Mai leitet Reinhold Stärk das Blasorchester, seit September auch das Schülerorchester. Benedikt Krüger, der den Abend moderierte, nutzte die Gelegenheit, den neuen Dirigenten vorzustellen, der seit seiner Jugend begeisterter Musiker ist und schon viel Erfahrung als Dirigent sammelte. Er habe Stärk auf einem Dirigentenlehrgang des Nordbayerischen Musikbundes kennengelernt und sofort gemerkt, "dass er Musik im Blut hat und außerdem einfach ein netter Kerl ist", lobte Krüger. Dem konnte sich Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) nur anschließen: "Mit seinem Mix aus Lockerheit und Ernsthaftigkeit bringt er die Begeisterung rüber. Und Musik soll ja vor allem Spaß machen." Im Rahmen der Veranstaltung sprach der Vorsitzende der Musikvereinigung, Rudolf Dierauf, auch Robert Zillig und Benedikt Krüger Dank aus. Die beiden waren in der Zeit der Vakanz des Dirigentenpostens in die Bresche gesprungen. "Wir sind froh, dass sich die beiden so engagieren", sagte Dierauf und überreichte Zillig und Krüger Präsente. Ein kleines Geschenk erhielt auch die scheidende Klarinettistin Christine Merklein, die seit 1997 in Ebensfeld mitwirkte, dabei auch in der Vereinsjugend und Vorstandschaft viele Jahre Verantwortung übernahm sowie sich in der Ausbildung von Nachwuchsmusikern engagierte. Durch ihren Umzug nach München sei der Abschied aus der Musikvereinigung nachvollziehbar unvermeidlich. Genauso viel Musikbegeisterung wie die "Großen" legten die Mädchen und Jungen des Schülerorchesters an den Tag. Sie ließen an diesem Abend insgesamt drei Stücke erklingen, darunter "Fiesta" von Fritz Neuböck. In diesem Stück mit heiteren und melancholischen Passagen wird die Atmosphäre eines südeuropäischen Dorffests musikalisch dargestellt. Für den Musikernachwuchs war es eine Premiere, denn die Jungmusiker traten erstmals mit dem neuen Dirigenten auf. "Schade!" war in den Augen vieler Zuhörer zu lesen, als Benedikt Krüger das letzte Stück des Blasorchesters ankündigte. Leise summte oder sang mancher mit, als der bekannte "Bergwerk"-Song von Rainhard Fendrich erklang. Die vom Publikum geforderte Zugabe wurde von den Musikern gerne gewährt. Autor: Mario Deller