Emotionsgeladenes Konzert auf der Seebühne

Verfasser: Büddl Express e.V.
Datum: 01.09.2017 19:11
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Der Büddl Express auf der Seebühne in Kronach.

Büddl Express rührt zu Tränen. Kronach. Zeuge eines außergewöhnlichen Blasmusikkonzertes, wurden die zahlreichen Besucher, die sich bei der Seebühne auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in Kronach letzten Sonntag eingefunden hatten. Mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ stellte sich die Familienkapelle Neubauer als „Büddl Express“ e.V., mit einigen Freunden vor. Dieser fulminante Auftakt, ließ schon die Qualität und Spielfreude der Musiker erahnen. Reiner Kober von „Kronach Creativ“ ließ es sich nicht nehmen, die Musiker und natürlich auch die Gäste auf das herzlichste begrüßen und willkommen zu heißen. So konnte er alle 12 Neubauer- Kinder auf der Bühne vorstellen und auch die Eltern Katharina und Burkhard Neubauer als aktive Musiker begrüßen. Eine Formation die wahrscheinlich in Deutschland oder sogar Europaweit einmalig sein dürfte. Kober freute sich, das der „Büddl Express“ e.V. im vergangen Jahr bei der Tombola zur Jugendförderung gewonnen hat und es somit möglich war, einen eigenen gemeinnützigen Verein zu gründen. Ebenso zeigte er sich fasziniert, dass Georg Neubauer seine Weltreise so geplant hat, dass er noch am Vormittag in München gelandet ist um mit dabei zu sein. Ebenso ist Frau Dr. Regina Eigler extra aus Berlin angereist, damit die Familie vollzählig auf der Bühne steht. Dirigent Florian Neubauer (21 Jahre) hat bei der Auswahl der Konzertstücke seinen Geschwistern einiges abverlangt und viel Neues einstudiert. So erklang der „Egerländer Musikantenmarsch“ und die „Finkensteiner Polka“ aus der Feder von Holger Mück. Den Part des Conférenciers übernahm der 14 jährige Samuel Neubauer, der im Laufe des Konzertes die einzelnen Musiker/innen vorstellte und zu den vorgetragenen Titeln, einiges zu erzählen wusste. Beim Titel „Von Freund zu Freund“ stellte er seinen Bruder Lukas vor, der den Solopart bravurös auf seinem Tenorhorn, gemeinsam mit seinen Freund Maximilian Klug (Flügelhorn) zelebrierte. Ein Gefühl von Gänsehaut überkam einen, als Vater Burkhard Neubauer am Gesang, bei der „Böhmischen Liebe“ seiner Frau Katharina für die vielen gemeinsamen glücklichen Jahre über das Mikro dankte. Nach diesem Geständnis hatten nicht nur seine Frau, sondern auch zahlreiche Gäste, Tränen in den Augen. Als Kontrast zum Blasmusikkonzert hat sich Theresa Neubauer, gelernte Schlagzeugerin, spontan bereit erklärt mit ihrer Akustikgitarre „Country Roads“ zum Besten zu geben. Gesanglich begleitet wurde sie von ihrer Schwester Sarah und ihrem Vater. Hierbei merkte jedoch das Publikum, das die Beschallungsanlage nicht die Beste ist, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Samuel Neubauer erzählte weiter, das sich im letzten Jahr einiges im Verein getan hat, so wurde ein Werbebanner und Vereinshemden, sowie zahlreiche Noten neu angeschafft, unter anderem auch das „Große Marschbuch der Bundeswehr“ und so erklang nun daraus der Marsch „Gruß an Kiel“, der von den Gästen mit viel Applaus belohnt wurde. Mit der emotionsgeladenen teils, melancholischen „Steephans-Polka“ von A. Pfluger dankten die Musiker ihren Eltern, das sie es ihnen ermöglicht haben ein Blasmusikinstrument zu erlernen. Bei diesem Stück hätte man eine Stecknadel fallen hören können, solch eine Ruhe herrschte unter den Zuhörern. Mit unerwarteten Militärischen Trill präsentierte der „Büddl Express“ dann den Badonviller- Marsch mit seinem wuchtigen Posaunenmotiv im Trio, wo Vorstand Sebastian Neubauer gekonnt agierte. Selbst Schlagzeuger Jonas Schirmer aus Windheim, ein guter Freund der Familie, musste sich auf die markanten Abschläge konzentrieren und war begeistert bei der Sache. Natürlich durfte auch das Lieblingsstück „Unser Bänkchen“ von Baritonisten Christoph Neubauer nicht fehlen und so erklang ein ausgewogener Hörnersatz auf der Seebühne. Den Höhepunkt bildete jedoch die Abschlussrunde, als auch der jüngste Sohne Anton Neubauer (Trompete) mit 10 Jahren, sein Bruder Maximilian Neubauer (Bariton) und sogar Mutter Katharina (Tenorhorn) noch mit auf die Bühne kamen, um bei den letzten einstudierten Titeln mit zu spielen. Als dann noch Burkard Neubauer das Mikrofon in die Hand nahm um den „Frankenlied-Marsch“ anzustimmen, war die Großfamilie komplett auf der Bühne versammelt, und es bot sich ein sensationelles, sicherlich einmaliges Bild für die Zuhörer.