Vorweihnachtliche Konzerte

Verfasser: Blasorchester Georgensgmünd
Datum: 11.01.2019 11:53
Webseite: http://www.blasorchester-georgensgmünd.de

GEORGENSGMÜND – Es gehört im Landkreis Roth mittlerweile ebenso zur Vorweihnachtszeit wie die zahlreichen Weihnachtsmärkte in den einzelnen Gemeinden. Das Jahreskonzert des Blasorchesters Georgensgmünd zusammen mit seinem Nachwuchsorchester unter Leitung von Nikola Burkhardt war auch bei seiner diesjährigen Auflage ein musikalischer Hochgenuss. Die Dirigenten Jens Lohmüller sowie Nikola Burkhardt und Ihre Musiker locken mittlerweile jedes Jahr so viele Besucher nach Georgensgmünd, dass die katholische St.-Wunibald-Kirche förmlich aus allen Nähten platzt. Zwei vollbesetzte Darbietungen bedeuteten am vierten Advent gut 1000 Besucher. Das Nachwuchsorchester zeigte zu Beginn der jeweiligen Konzerte Ihr Können und man kann in Georgensgmünd stolz auf seine Orchesterschule sein. Beim Blasorchester hat Jens Lohmüller auf ein Programm gesetzt, das seinen Musikern alles abverlangte und zugleich eine Bandbreite repräsentierte, welche die Qualität und den Fleiß des G´münder Blasorchesters erneut besonders gut offenbarte. "Für den heutigen Tag haben wir hart gearbeitet", erklärte Lohmüller, der seine Schützlinge wieder zu einer echten Meisterleistung führte. Der Profitrompeter ist musikalischer Ideengeber und Motivationskünstler in einem. Ein Laienorchester innerhalb relativ weniger Jahre konstant auf ein solches Niveau zu entwickeln. Das kann nur gelingen, wenn der Spaß am gemeinschaftlichen Musizieren so gefördert wird, dass jeder einzelne seine Beteiligung als sozialen Mehrwert empfindet. Nur dann ist jeder bereit, sein Bestes zu geben. Lohmüller versteht es, seine menschlichen und musikalischen Qualitäten so einzusetzen, dass ein Klangkörper wie aus einem Guss entsteht. Zentrales Werk des Jahreskonzerts 2018 war der "Magnetberg". Die Komposition des Schweizers Mario Bürki greift eine Geschichte von Sindbad, dem Seefahrer, aus den "Märchen von Tausendundeiner Nacht" auf. In der sagenhaften Geschichte werden Schiffe angezogen oder gehen aufgrund des Verlusts ihrer Eisennägel unter. Bürki vertont dieses Motiv so umfangreich und vielfältig, dass auch andere literarische Verarbeitungen dafür Pate gestanden haben könnten. Schließlich spielt der Magnetberg auch in einem Abenteuerroman von Jules Verne und dem Kinderbuch "Jim Knopf und die wilde 13" von Michael Ende eine bedeutende Rolle. Das Gmünder Blasorchester schafft es, all diese Facetten so authentisch zu transportieren, dass sich die Spannung der Geschichten um den Magnetberg vom ersten bis zum letzten Ton nachhaltig entfaltet. Antonio Vivaldis berühmtestes Werk sind die vier Jahreszeiten. Darin imitiert er vor allem Naturerscheinungen. Lohmüller und sein Ensemble haben sich passend zum Jahresende für den Winter entschieden. Die Solotrompeter Felix Hausmann (1. Konzert) und Maxi Paul (2. Konzert) bieten dabei eine grandiose Vorstellung. Nicht fehlen darf bei einem Jahreskonzert kurz vor dem Fest natürlich ein Medley mit Weihnachtsliedern. Die Ouvertüre zu Verdis "Nabucco", "The Sound of Silence" von Paul Simon und die "Toccata" von Johann Sebastian Bach vollenden schließlich den Abstecher in die unendlichen Weiten des kompositorischen Kosmos'. Eine Oper voll von Sehnsucht nach Freiheit, ein Popklassiker, der als Filmmusik Geschichte geschrieben hat, und Bachs Orgelwucht. Das Gmünder Blasorchester lässt kein Genre aus. Ergebnis ist immer fantastischer Klang im atmosphärischen Glanz der Vorweihnacht. Ein Erlebnis für alle Sinne, das den Advent im Landkreis Roth prägt. Text und Bild: Robert Schmitt, Schwabach