Voice meets Brass

Verfasser: Blaskapelle Schwürbitz e.V.
Datum: 20.06.2019 19:52
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Chorgesang trifft Blechmusik lautete das Motto eines Konzerts des Chors „Route 16-66“ und der Blaskapelle Schwürbitz in Redwitz. Fast 450 Besucher waren begeistert. Und, dass die Darbietungen nicht nur den Besuchern sondern auch den Akteuren selbst gefallen hatten, zeigte sich spätestens bei der Umarmung der beiden musikalischen Leiter Klaus Bucka (Chor) und Michael Stettner (Blasmusik) am Ende des Konzerts. Es wurde alles geboten, was Musik ausmacht: Stimmung, Finesse, Gefühl, Rhythmus, Unterhaltung und Teamgeist. Die Aufstellung der 70 Akteure nebeneinander wurde zu einem Miteinander wie es selten von zwei so unterschiedlichen Klangkörpern zu erleben ist. Die Idee, gemeinsam Musik zu interpretieren, war nach zusammen gestalteten Proben großartig umgesetzt worden. Darüber freute sich auch der Redwitzer Bürgermeister Christian Mrosek: „Beide Klangkörper mit prima Musik und die Anlage unserer Redwitzer Schule bei strahlenden Frühlingswetter, das ergibt ein prima Open Air“.Auch die einzelnen Auftritte hatten es in sich. Ob es nun die humorvollen Moderationen von Peter Bartosch oder Oswald Kremer, die solistischen Einlagen der Sängerinnen und Sänger oder der hervorragend aufgelegte Trompeter der Blasmusik Nick Birkner waren – die Besucher hatten ihre Freude. Da spielte es auch keine Rolle, dass zu Beginn mit „The final countdown“ von der schwedischen Popgruppe „Europe“ eigentlich vom Schluss einer Begebenheit erzählt wurde. Schnell wurde klar, dass sich zwei tolle Klangkörper gefunden hatten, die das rockige Stück in einem grandiosen Forte zum Finale trugen. Zusammen mit ihrer Chor-Band fand der Redwitzer Chor „Route 16-66“ mit der Titelmusik des Musicals „Cabaret“. Den „Fight-Song“ interpretierte Sopranistin Larissa Stettner mit ihrer glockenreinen Stimme gekonnt. Erinnerungen an die Flower-Power-Zeit weckte der Chor mit Hits des Musicals „Hair“ wie „Aqarius“ und „Let the sunshine in“ mit großem Klangvolumen. Eine Stimmungsnummer ist „Y.M.C.A.“ der Band „Village People“, die der Chor so mitreißend interpretierte, dass alle begeistert mitklatschten. Ein Erlebnis war auch „I will survive“ mit Sängerin Svenia Weid.Mit der Musik der Tanzshow „Lord oft he dance“ gestaltete die Schwürbitzer Blaskapelle eine Klangreise von düsteren Glockenschlägen über eine marschartige Folge bis hin zu einer wunderschön erzählenden Melodie und einem begeisternden Finale der Percussiongruppe. Anrührend interpretierten die Musiker „The lion sleeps tonight“, kombiniert mit schönem Gesang. Mit einem Potpourri italienischer Popklassiker ließ die Schwürbitzer Blasmusik alle von Bella Italia träumen.Den Song „Azzuro“ von Adriano Celentano hatte der Chor „Route 16-66“ beim letzten Konzert im Programm. Und so sorgten die Sänger für einen nicht geplanten tollen Background in diesem Stück. Beim spanisch angehauchten Titel „Vida la Vida“ zeigte Trompeter Nick Birkner sein Können. Höhepunkte waren immer wieder die gemeinsamen Beiträge beider Klangkörper wie „Heal The World“ von Michael Jackson, bei dem Wolfgang Knipert und seine Tochter Larissa Stettner als Gesangsduo beeindruckten.„Als würden sie immer zusammen singen und musizieren“, meinten etliche Zuhörer. Höhepunkt des Abends war das Pop-Epos „Music“ von John Miles aus den 1970-er Jahren. Chorleiter Klaus Bucka hatte das Werk ebenso wie die anderen gemeinsamen Beiträge wirkungsvoll arrangiert. Musiker und Sänger glänzten durch Gefühl, Rhythmik und Tempo bis hin zu einem grandiosen Finale. Mit den der Ballade „Weilst a Herz host wie a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich und „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens als Zugaben beendeten die beiden Klangkörper ein Konzert, von dem man sich mehr wünschen würde.