Klingelton aus der Klarinette gezaubert.

Verfasser: Büddl Express e.V.
Datum: 04.11.2019 18:07
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Büddl Express übt den Böhmischen „Sound“ Steinbach am Wald/Windheim. Zum wiederholten Male, trafen sich die Musiker/innen des Musikvereins „Büddl Express e.V.“ in Windheim in der Schulturnhalle um mit einem erfahrenen Dozenten neue Blasmusikstücke zu erarbeiten. Diesmal konnte der renommierte Orchesterleiter und gute Musikfreund Holger Mück (Buchbach) für diesen Workshop gewonnen werden. Ohne Kompromisse zeigte Holger Mück auf, was für eine stilvolle und gelungene Interpretation einer Polka in typischer Egerländer-Manier wichtig ist. Anhand seines Buches „Böhmisch mit Herz“ studierte er die gleichnamige Polka mit den aufmerksamen und konzentrierten Musikern ein und gab wertvolle Tipps und Tricks zur Spielweise. Den Musikern war relativ schnell klar, dass Dozent Mück keinen Unterschied macht, ob man nun eine Polka einen Walzer, einen Marsch oder sonst ein symphonisches Werk spielt. Es geht um Grundsätzliche Spielweisen, um die immer gleichen Parameter, um Stilistik, Tempo und Fluss in der Musik und natürlich um das Musik machen, der Musik wegen. Obwohl es in der Halle recht kalt war, wurde den Musikern schnell heiß, bei dem was Mück an Spieltechnik einforderte. Der „Aha-Effekt“ stellte sich bereits nach kürzester Zeit ein und war deutlich hörbar. Holger Mück erklärte, dass auch die Begleitung durch Schlagzeug, Posaune und Tuba super Funktionieren muss, damit Blasmusik gekonnt erklingt. Kurz, leise und doch exakt im Metrum muss dies geschehen. Da der Büddl Express mit fünf Hörnern gut aufgestellt ist, nahm sich Mück diesen natürlich ebenso ausführlich an. Bei solch einer guten Besetzung ist es überaus wichtig, dass alle Musiker exakt gleich artikulieren. Da sich Klarinettistin Sarah Neubauer extra das Stück „Alte Liebe, junge Herzen“ von Ernst Mosch gewünscht hat und dieses Stück neu angeschafft wurde, ging Mück hier besonders auf die Holzinstrumente ein. Das Klarinetten die „Verzierung“ des Werkes machen, dürfen sie auch an gewissen Stellen wie ein „Handy-Klingelton“ spielen. Kurz, korrekt und zuverlässig an vielen Stellen, wo Flügelhorn und Trompete noch „Luft“ lassen. Das diesem Register am Schluss des Workshops die Luft wahrlich knapp wurde, war den schwierigen Marsch „Egerländer Blut“ geschuldet. Dieser Konzertmarsch ist ebenfalls aus der Feder von Holger Mück und auf seiner neuesten CD erschienen. Er gefällt den Musikern vom Büddl Express so sehr, dass sie ihn unbedingt mit, in ihr neues Programm für 2020 nehmen wollen. Diesen Marsch wirklich gekonnt in Phrasierung, Rhythmik und Stilistik darzubringen erforderte von allen Musikern nochmals höchste Konzentration und optimalen Ansatz. Die gleichen zwei Takte 20 bis 30-mal zu üben, bis der Komponist zufrieden war, war für alle eine Herausforderung und Mammutaufgabe. Nichts desto trotz, waren alle am Ende des intensiven Lehrgangstages vollauf zufrieden und glücklich. Vorstand Sebastian Neubauer bedankte sich nochmals auf das herzlichste bei Musikfreund Holger Mück und lud alle zum gemeinsamen Abendessen ein. Ebenso gab er noch bekannt, dass man für das Jahr 2020 schon wieder Termine zugesagt hat und hofft in diese Sinne, auf eine weitere gute Zeit, des Büddl Express e.V..