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Information - Das Nordbayerische Jugendblasorchester

Das Nordbayerische Jugendblasorchester

Das Nordbayerische Jugendblasorchester wurde 1988 auf Initiative von Präsident Dr. Adolf Eichenseer und Bundesdirigent Ernst Oestreicher als Weiterführung der seit Beginn der achtziger Jahre in den einzelnen Regierungsbezirken durchgeführten Bläserwochen gegründet. Zielsetzung dieses Auswahlorchesters, das etwa dreimal im Jahr zu Arbeitsphasen zusammentrifft und in welchem die besten aktiven Jugendlichen aus den Mitgliedskapellen des Musikbundes zu einem Blasorchester zusammengefasst werden, ist es jungen Instrumentalisten die Möglichkeit zu geben, in einem großen Harmonieorchester zu spielen, bei namhaften Dozenten neue Erfahrungen zu machen und mit professionellen Arbeitsmethoden in Berührung kommen.

Das Orchester verwaltet sich in einzelnen Teilbereichen selbst und wird in demokratischer Mitverantwortung der Mitglieder geführt.

 

Die Einrichtung des Nordbayerischen Jugendblasorchesters stellt die vorbildliche Bemühung des Nordbayerischen Musikbundes um die instrumentale Ausbildung seiner Mitglieder in überzeugender Weise dar. Die Jugendlichen zwischen 14 und 28 Jahren führen die erarbeiteten Programme in Konzerten der Öffentlichkeit vor. Neben der traditionellen Blasorchesterliteratur findet die Vielseitigkeit des Repertoires auch in der Beschäftigung mit neuer und neuester Literatur ihren Ausdruck. Zahlreiche Uraufführungen zeugen davon, ebenso Auftritte im Rahmen der Tage für Neue Musik in Augsburg, oder die mit dem Prädikat "hervorragend" ausgezeichnete Teilnahme am 1. Wettbewerb für Auswahlorchester in Alsfeld, einem Wettbewerb, der sich der modernen bis zeitgenössischen Literatur für Blasorchester verschrieben hatte.

 

Die Zusammenarbeit mit überregional bedeutsamen Komponisten und Gastdirigenten ist von Anfang an eine wichtige Zielsetzung des künstlerischen Leiters Bundesdirigent Ernst Oestreicher. Bisherige Höhepunkte waren 1992 die Produktion der CD zum 40-jährigen Bestehen des NBMB, 1993 die Zusammenarbeit mit dem holländischen Komponisten Johan de Meij und 1994 eine Konzertreise nach Litauen. 1995 produzierte das Orchester zusammen mit dem Solotrompeter Richard Steuart und "Munich Brass" die CD "Bilder einer Ausstellung" im BR.

1996 arbeitete das Orchester mit der litauischen Sopranistin Asta Kriksciunaite und dem Dirigenten Romualdas Petraitis. 1997 konnte das Nordbayerische Jugendblasorchester beim internationalen Wettbewerb "Flicorno d'Oro" in Riva del Garda in der Kategorie "Excellenza" als Sieger hervorgehen. 1998 wurde das 10-jährige Bestehen mit einem großen Festkonzert im Regentenbau in Bad Kissingen gefeiert. Im gleichen Jahr errangen die jungen Musikerinnen und Musiker das Prädikat "Hervorragend" beim 1. Wettbewerb für Auswahlorchester in Alsfeld. Beim Galakonzert im Rahmen des "Festival 2000" in Nürnberg präsentierte sich das Orchester am 15. Juli in der Meistersingerhalle einem internationalen Publikum.

Im August/September 2000 repräsentierte das Nordbayerische Jugendblasorchester den Nordbayerischen Musikbund auf einer Tournee durch Slowenien und Kroatien. Beim 3. Bundesmusikfest in Friedrichshafen im Jahre 2001 kam dem Orchester die Ehre zu, das Fast mit einem Galakonzert zu eröffnen. Im September 2001 gab das Orchester nach einer einwöchigen Orchesterakademie Konzerte mit dem Rundfunkblasorchester Leipzig, dem einzigen professionellen Blasorchester Deutschlands in ziviler Trägerschaft.

Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Nordbayerischen Musikbundes im Mai 2002 gestaltete das Orchester ein Galakonzert zusammen mit den sinfonischen Blasorchestern aus Novo Mesto (Slowenien) und Ried (Österreich), zwei der führenden Blasorchester Europas. 2003 folgte die Produktion der 3. CD in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg. 2005 schließlich fanden Konzerte mit den Hofer Sinfonikern, sowie eine Arbeitsphase mit Prof. Johann Mösenbichler und dem weltbekannten Solisten Steven Mead statt.

Aktuellstes Projekt des Nordbayerischen Jugendblasorchesters war 2006 die Einspielung der 4. CD im Auftrag des Musikverlages HeBu.


Ernst Oestreicher:

Seit der Gründung ist Bundesdirigent Ernst Oestreicher der künstlerische Leiter des Nordbayerischen Jugendblasorchesters. 1955 in Werneck geboren, studierte er Schulmusik und Trompete an der Hochschule für Musik in Würzburg sowie Musikwissenschaft an der Universität Würzburg. Nach den beiden Lehramtsprüfungen in Musik, der Orchesterreife (Trompete) und der Diplommusiklehrerprüfung war Oestreicher Studienrat am Gymnasium Bad Königshofen i. Gr., ehe er 1989 die Leitung der dortigen Berufsfachschule für Musik übernommen hat. Der Laienmusik fühlte sich Ernst Oestreicher schon immer verpflichtet. So führte er von 1977 bis 2004 als Dirigent den Musikverein Unterpleichfeld. Oestreicher leitet regelmäßig Lehrgänge im Nordbayerischen Musikbund, darunter vor allem die bis zur staatlichen Anerkennung führenden Dirigentenlehrgänge.

Von 1998 bis 2001 war Oestreicher Bundesmusikdirektor der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände (BDBV) und damit verantwortlicher Direktor von mehr als 10 000 Musikvereinen in der Bundesrepublik Deutschland.

Als Mitglied des Kuratoriums der Bayerischen Musikakademie Hammelburg und des Hauptausschusses Deutscher Orchesterwettbewerb im Deutschen Musikrat ist er darüber hinaus im öffentlichen Musikleben tätig. Als Juror und Wertungsrichter ist er in ganz Europa bekannt.

 


Kontakt

Für Fragen bzgl. des Nordbayerischen Jugendblasorchesters steht Ihnen Rüdiger Arlt gerne zur Verfügung.


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