Musikbund bietet Heimat für Alphörner

Mit der Aufnahme des Freundeskreises Süddeutscher Alphornbläser hat der NBMB sein ohnehin schon breites Musikspektrum um eine weitere Sparte erweitert. Und er will den Alphörnern nicht nur ein Dach bieten, sondern künftig auch Treffen und Einsteigerkurse anbieten.   Lief ab am 15.07.2013

Die Alphorngruppe "Schwäbische Franken" ist nun auch über den Freundeskreis Süddeutscher Alphornbläser Mitglied im NBMB. (Foto: privat)

Die Alphorngruppe "Schwäbische Franken" ist nun auch über den Freundeskreis Süddeutscher Alphornbläser Mitglied im NBMB. (Foto: privat)

Jetzt gehören auch die „Handys der Berge“ zum Nordbayerische Musikbund (NBMB). Mit Aufnahme des Freundeskreises Süddeutscher Alphornbläser hat der NBMB sein ohnehin schon breites Musikspektrum um eine weitere Sparte erweitert. Und er will den Alphörnern nicht nur ein Dach bieten, sondern künftig auch Treffen und Einsteigerkurse anbieten, um neue Musiker für das Naturton-Instrument gewinnen.

Etwa 90 Bläser gehören dem noch jungen Freundeskreis mit Sitz in Heilbronn an, berichtet Martin Wiedenbauer. Der Freundeskreis ging aus dem ebenfalls von Wiedenbauer ins Leben gerufenen Alphornverband hervor, der sich nach Problemen mit seinem Dachverband abgespalten hat. Auf der Suche nach einer neuen „Heimat“ stieß der gebürtige Gmunder auf den NBMB – und fühlte sich nach ersten Gesprächen mit der Geschäftsstelle gleich „herrlich wohl“.

Auch NBMB-Präsident Manfred Ländner freut sich über die Neuzugänge: „Der Nordbayerische Musikbund steht für Vielfältigkeit, die Alphornbläser sind deshalb eine Bereicherung“, betont er. Bislang vereint der NBMB über 45 000 Musiker aus der traditionellen und symphonischen Blasmusik, aus den Spielmanns- und Fanfarenzügen, aus Big Bands und Brass Bands, aus der klassischen Volksmusik sowie aus Musikschulen und Schulkooperationen.

Die Alphornbläser sollen aber nicht nur „in die große Familie unserer Laienmusiker“ aufgenommen werden, betont Ländner. Der NBMB plant vielmehr, seine neue Sparte auszubauen, indem etwa Alphorn-Einsteigerkurse angeboten werden. Denn das rund drei Meter lange Instrument bietet sich als gute Alternative zum Beispiel auch für ältere und ehemalige Bläser an, die nicht mehr so intensiv in der Kapelle spielen wollen, jedoch weiter Musik und Geselligkeit pflegen möchten.

So hat der Freundeskreis der Süddeutschen Alphornbläser erst kürzlich eine gemeinsame Fahrt nach Berlin unternommen und eine CD mit Gesamtchor und einzelnen Gruppen aufgenommen, berichtet Wiedenbauer. Außerdem nehmen die Bläser an verschiedenen Treffen teil, zum Beispiel in Heilbronn.

Der NBMB könnte sich vorstellen, künftig ebenfalls Alphornbläsertreffen zu organisieren. Bei den geplanten Aktionen würde der Freundeskreis wohl mit Know-how zur Seite stehen. Immerhin gehören ihm mit Günter Maier und Ralf Denninger gleich zwei kompetente Dirigenten an. Denninger ist laut Wiedenbauer zudem ein echter „Vollprofi“, der schon zahlreiche Workshops gehalten hat. Mit ihm zusammen spielte Wiedenbauer bereits dreimal vor Papst Benedikt – und rund 70 000 Gläubigen. Und mit Günter Maier trat er vor 45 000 Pilgern in Lourdes auf.


Von: Daniela Hollrotter, Pressebeauftragte des NBMB, 21.06.2013

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