Moderation: Perfekter Rahmen für das Konzert

Durchwegs begeistert waren die insgesamt 15 Teilnehmer, die sich jeweils einen Tag lang mit „Konzertmoderation“ bei einem Seminar des Nordbayerischen Musikbundes beschäftigten.

Teilnehmer des zweiten Seminars in Geiselwind mit Referent Jürgen K. Groh (3. von rechts). (Foto: Jürgen K. Groh)

Teilnehmer des zweiten Seminars in Geiselwind mit Referent Jürgen K. Groh (3. von rechts). (Foto: Jürgen K. Groh)

„Vielen Dank, dass Sie dieses Seminar angeboten haben“: Durchwegs begeistert waren die insgesamt 15 Teilnehmer, die sich jeweils einen Tag lang mit „Konzertmoderation“ bei einem Seminar des Nordbayerischen Musikbundes beschäftigten. Unter der Leitung von Jürgen K. Groh lernten sie im Landhotel Geiselwind, wie man als Moderator der musikalischen Leistung des Orchesters den richtigen Rahmen gibt und den Wert eines Konzerts deutlich steigert.

Was beim Konzert oft so leicht und mühelos wirkt, benötigt einiges an „intelligentem und zeitintensivem Handwerk“, machte Groh den Teilnehmern klar. Zunächst gilt es, intensiv zu recherchieren und eine Fülle von Material zu Werken und Komponisten zusammenzutragen. Anschließend wird mit Augenmaß gekürzt und dabei das Wesentliche und Interessante herausgearbeitet und auf den Punkt gebracht.

Jürgen K. Groh, selbst Moderator und Dirigent, brachte den Teilnehmern bei, welche Informationen Publikum und Orchester emotional auf das nachfolgende Stück einstimmen, welche die Zuhörer neugierig machen und Interesse für zeitgenössische Blasmusik wecken. Dabei ist das „Schreiben zum Hören“ besonders wichtig. Und: Bei der Moderation gilt das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ ganz besonders.

Mit zahlreichen Übungen und Videosessions vermittelte der Referent, wie man die fertige Moderation so einübt, dass ein freier Vortrag und ein wirkungsvolles Sprechen auf der Bühne gelingen. Dazu absolvierte er mit den Teilnehmern unter anderem Körperübungen für eine optimale Bühnenpräsenz. So können die Moderatoren rasch einen positiven Kontakt zum Publikum knüpfen.

Die Teilnehmer aus ganz Nordbayern erfuhren, dass bei der Moderation vieles gelernt werden kann: Zum Beispiel die richtige Form und die passenden sprachlichen Mittel zu finden. Außerdem gehört zu einer gelungenen Moderation jedoch auch eine ganze Menge Begeisterung und Spontaneität. Groh vergleicht Moderation deshalb gerne mit einer „Komposition“, die zum Charakter des jeweiligen Konzerts ideal passt und danach auf das Publikum zugeschnitten „interpretiert“ wird.

Grohs Begeisterung für das Thema sprang auf jeden Fall auf die Teilnehmer an den beiden Veranstaltungstagen über. Sie bewerteten das Seminar durchwegs sehr positiv, lobten insbesondere die gute Mischung aus Theorie und Praxis und meinten fast durchgängig „dieses Seminar müsste jeder mal mitmachen“.

„War echt einwandfrei“, „War klasse!“, „Sehr gut waren die Übungen“ und „ein wirklich erstklassiger Referent“ meldeten einige Teilnehmer zurück. Auch die Rahmenbedingungen im Landhotel Geiselwind bewerteten sie als „spitze“. Der Nordbayerische Musikbund will das Seminar 2018 auf jeden Fall wieder anbieten. 


Von: Daniela Hollrotter, Pressebeauftragte des NBMB, 20.03.2017

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