Musik begeistert

Schwandorf bezeichnet sich als klingender Landkreis. Zu recht, meinte dazu stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl. Eine weiterhin gute Jugendarbeit soll dafür sorgen, dass dies so bleibt.

Für gute Jugendarbeit im Landkreis steht das Kreisjugendorchester Schwandorf unter Leitung der Dirigenten Stefan Neger, Cornelia Gaschler (Bild) und Karin Raab.

Nabburg. (bph) Gemeinsam anspruchsvolle Musik zu spielen und damit nicht nur sich selbst sondern auch den vielen begeisterten Zuhörern Freude zu bereiten ist dem Kreisvorsitzenden im Nordbayerischen Musikbund (NBMB) Joseph Ferstl zufolge die Motivation der rund 1900 Instrumentalisten in den 32 Mitgliedsvereinen. "Das Durchschnittsalter unserer Musiker liegt bei 24,9 Jahre." Davon seien 43,1 Prozent der Instrumentalisten unter 18 Jahren und 20,8 Prozent im Alter von 18 bis 27 Jahren führte Vorsitzender Ferstl bei der Kreisversammlung im Gasthaus Sauerer zur aktuellen Entwicklung im Kreisverband aus.

Positiv für ihn sei, dass sich nach einer leicht rückläufigen Tendenz der Mitgliederstand bei den 32 Kapellen und Spielmannszügen gegenwärtig bei derzeit 1881 Personen befinde. "Schwandorf stellt von den sieben Kreisverbänden im Bezirk Oberpfalz knapp 23 Prozent der Musiker und über 22 Prozent der Mitgliedsvereine." Als Ursache für die leicht gesunkene Mitgliederzahl nannte er den Wechsel der Formation "Volles Rohr Blech" in den Kreisverband Cham und die Fusion der Blaskapelle Weiding mit dem Musikverein Weiding.

Kritik übte Ferstl an Leistungsteilnahmen. "Manche Vereine melden Teilnehmer zu Prüfungen an, die das Verwaltungssystem nicht als Mitglieder anerkennt, da diese zum Stichtag 15. März des laufenden Jahres noch nicht gemeldet sind." Vereinzelt gehe es so weit, dass Musiker zur Prüfung als Mitglied gemeldet und wieder aus dem System genommen worden seien. "Es geht nicht an, dass Fördergelder des Landes und Bezirks an Nichtmitglieder vergeben werden", tat Ferstl seinen Unmut kund und fordert eine striktere Regelung. Von einer geordneten Kassenlage berichtete Schatzmeister Sebastian Lindner. Haupteinnahmequellen waren ein Zuschuss des Landkreises, Zuwendungen vom Nordbayerischen Musikbund (Bezirk und Bund) sowie Sponsoring von Banken und Firmen.

Peter Gaschler, stellvertretender Bezirksvorsitzender, bedauerte das sinkende Interesse an Wertungsspielen. "Wir brauchen nicht nach Franken fahren", warb er für die rege Teilnahme an einer D3-Prüfung (Gold) in Sulzbach-Rosenberg. Sie sollte in der Oberpfalz nicht ein einmaliges Ereignis bleiben. Beim Nordgautag könnten sich 2018 Kapellen in Wiesau präsentieren. Gaschler erinnerte an das gelungene Kreiskonzert in Burglengenfeld.

"Einige Baustellen gilt es zu beackern. Bezirks- und Kreisdirigent Anton Lottner warb ausführlich für die Wertungsspiele am 28. und 29. April 2018 in Dürnsricht. Er ermunterte zur Teilnahme und verwies darauf, dass auch Jugendorchester und kleine bayerisch/böhmische Besetzungen mitmachen können. "Es gibt schon eine erste Meldung aus dem Frankenland", ließ er zum Bezirksmusikfest im Mai in Fensterbach wissen. "Da müssen wir dagegen halten", sprach er der Versammlung aus dem Herzen. Der Kreisverband könne seine ganze Palette der Blasmusik ausspielen. An Qualität und guten Musikern mangle es nicht. "Hier wird Musik mit großer Begeisterung, Liebe zum Detail und enormem Engagement gemacht", Mit diesen Worten würdigte stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl das hohe Niveau der Kapellen und Spielmannszüge im Landkreis.


Von: Der Neue Tag, 28.10.17

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