Nordbayerischer Musikbund hält Generalversammlung in Waldsassen

Der NBMB hielt seine Delegiertenversammlung in diesem Jahr in Waldsassen ab. Wie in jedem Jahr war die Delegiertenversammlung die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken. In diesem Jahr wurde aber auch ein „Urgestein“ verabschiedet.

Ein „Urgestein“ der Spielleutemusik verabschiedete sich in Waldsassen. Unser Foto zeigt (von links) NBMB-Bundesdirigent Prof. Ernst Oestreicher, den designierten Spielleutebeauftragten Christoph Ahlemeyer, seinen scheidenden Vorgänger Alois Schneeberger und NBMB-Präsident Manfred Ländner, MdL. Foto: Hommer

Ein „Urgestein“ der Spielleutemusik verabschiedete sich in Waldsassen. Unser Foto zeigt (von links) NBMB-Bundesdirigent Prof. Ernst Oestreicher, den designierten Spielleutebeauftragten Christoph Ahlemeyer, seinen scheidenden Vorgänger Alois Schneeberger und NBMB-Präsident Manfred Ländner, MdL. Foto: Hommer

Der Nordbayerische Musikbund (NBMB) hielt seine alljährliche Delegiertenversammlung in diesem Jahr in Waldsassen ab. Wie in jedem Jahr war die Delegiertenversammlung die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken. In diesem Jahr wurde aber auch ein „Urgestein“ verabschiedet.

„Herzlich willkommen im Herzen Europas“, rief der Waldsassener Bürgermeister Bernd Sommer den teils weitgereisten Gästen zu, die sich am Sonntagvormittag in seiner Kommune zur jährlichen Hauptversammlung eingefunden hatten. Es gab einiges zu besprechen und zu bilanzieren – kein Wunder, sind doch die Blasmusiker „in jeder Gemeinde aktiv, die etwas auf sich hält“, wie der Tirschenreuther Landtagsabgeordnete Tobias Reiß in seinem Grußwort feststellte.

Service rund ums Ehrenamt in den Musikvereinen, Aus- und Fortbildungen der gut 46.000 aktiven Blasmusikerinnen und Blasmusiker in den vier nordbayerischen Regierungsbezirken sowie die Vertretung der Interessen der Blasmusiker gegenüber den maßgeblichen politischen Gremien, das sind die Aufgaben des Nordbayerischen Musikbundes. Diese Aufgabe wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mit Bravour erfüllt, wie Präsident Manfred Ländner (MdL, Würzburg) mit Stolz erklärte. Gleichzeitig mahnte er an, „no aweng besser“ zu werden. „No aweng besser wern“ wurde auch als Motto für den Prozess zur Weiterentwicklung des Verbandes ausgerufen.

Mit Roland Preußl wurde „der Neue“ an der Spitze der Nordbayerischen Bläserjugend vorgestellt. Preußl erklärte, er habe „Heimat“ in einer zunehmend heimatlosen Gesellschaft ganz oben auf die Tagesordnung der Bläserjugend gesetzt, um inmitten der vielen qualitativ hochwertigen Freizeitangebote ein „Plus“ zu haben, das den Unterschied ausmache.

Abschied nehmen hieß es dagegen für ein echtes „Urgestein“: Alois Schneeberger gab sein Amt als Spielleutebeauftragter im NBMB zurück. An seine Stelle tritt (demnächst auch offiziell) Christoph Ahlemeyer (Warburg), der bereits als Dirigent des Nordbayerischen Spielleuteorchesters wirkte und nun auch die Gesamtleitung der nordbayerischen Spielleute übernehmen wird. Er mahnte, alle Anstrengungen in den Vereinen darauf zu richten, den Bestand des Spielleutewesens zu sichern. „Ich habe Sorge, dass diese Klangfarbe aus Nordbayern verschwindet!“, so Ahlemeyer.

Auch im kommenden Jahr bleiben Themen zu bearbeiten, das wurde in den Berichten deutlich: Die Wertungsspiele (oder besser: die geringe Teilnahme an den Wertungsspielen) bleiben ein Sorgenkind im NBMB. Bundesdirigent Prof. Oestreicher berichtete von einem Tiefstand der Wertungsspiel-Teilnahmen – dabei seien die Teilnehmer allesamt richtig gut gewesen und die Wertungsspiele seien ein wichtiger Baustein in der Qualitätssicherung der Orchester. Vizepräsident Gerhard Engel mahnte in seiner Funktion als Vorsitzender des Bezirks Oberpfalz eine bessere finanzielle Ausstattung der Kreisverbände an: „Hier passiert die Basisarbeit! Stärken wir unsere Kreisverbände, denn ohne Basis keine Spitze!“

Wie NBMB-Präsident Manfred Ländner mitteilte, findet im kommenden Jahr die Landesgartenschau in Würzburg statt (12. April bis 7. Oktober). Hier bieten sich zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten für Musikvereine und Kapellen aus ganz Bayern. Interessenten können sich ab sofort bei der Geschäftsstelle des Nordbayerischen Musikbundes melden. Für die Organisation der Delegiertenversammlung vor Ort dankte Präsident Ländner Alexander Riedl, dem Vorsitzenden des Kreisverbands Tirschenreuth, und seinem Team.


Von: Martin Hommer, Bayerische Blasmusik, 21.11.2017

« zurück

Nach oben