Generalversammlung im Kreisverband Kronach, Wolfgang Müller bleibt an der Spitze

Der Kreisverband Kronach des Nordbayerischen Musikbunds traf sich am Samstag zur General-Versammlung in der Kronachtalhalle in Steinberg. Der Musiker-Nachwuchs bereitet ebenso viel Freude wie die „alten Hasen“.

Steinberg- Kreisvorsitzender Wolfgang Müller berichtete von einem arbeitsreichen - zumeist freudigen, aber auch mit einigen Ärgernissen verbundenen - Jahr. Auch über die zurückliegenden sechs Jahre seiner Tätigkeit als Kreisvorsitzender hatte er sich einige Gedanken gemacht.

„Die 2017 abgehaltenen Kreismusikfeste in Steinberg und Steinwiesen waren eine beeindruckende Werbung und Demonstration unserer Blasmusik im Landkreis“, lobte er. In den vergangenen sechs Jahren feierte man 14 Kreismusikfeste, ein Bundesbezirksmusikfest und sieben sonstige Musikfeste oder Jubiläumsveranstaltungen im Landkreis. Die nächsten Kreismusikfeste finden 2018 in Tettau, 2019 in Weißenbrunn und 2020 in Rothenkirchen statt, die nächsten Bundesbezirksmusikfeste 2020 in Stockheim sowie 2022 in Friesen. Der Kreisverband zählt derzeit 1.509 Mitglieder, in Ausbildung befinden sich 360 Nachwuchsmusiker. Der Altersdurchschnitt beträgt 32,4 Jahre.

Am „Kreisseniorenorchester 50+“ beteiligten sich eine Musikerin und fast 40 Musiker aus 22 Vereinen. Unter Leitung des stellvertretenden Kreisdirigenten Markus Schnappauf bestritt das Orchester vor drei Wochen den ersten Teil des Gemeinschaftskonzerts mit dem Kreisauswahlorchester in Steinbach am Wald. Voraus ging ein Workshop mit Komponist Kurt Gäble. „Das Kreisauswahlorchester bestand aus 64 Musikerinnen und Musikern aus 21 Vereinen“, strahlte Müller. In mehreren Probephasen bereiteten sich diese unter Leitung von Kreisdirigent Roman Steiger auf das Gemeinschaftskonzert und den Workshop mit Gäble vor. „Das war das bislang beste Konzert unseres Kreisauswahlorchesters“, freute sich der Kreisvorsitzende. Sein Dankeschön galt den Mitwirkenden. Beide Orchester werden auch 2018 Konzerte abhalten. 2019 feiert das Kreisauswahlorchester 25-Jähriges und das Kreisseniorenorchester Fünfjähriges, was gebührend gefeiert werden soll.

Von heuer 69 Veranstaltungen besuchte Müller 54. Hierfür waren von ihm circa 250 Stunden und 2.300 km im Auto notwendig - ohne Verwaltungsarbeit, D 1 Lehrgänge, die beiden Orchester und die Organisation des Konzerts. Bei den Veranstaltungen nahm er 134 Ehrungen vor, darunter 21 Grüne Nadeln. In sechs Jahren waren es genau 999. Er appellierte an die Vereine, die Jugendarbeit zu forcieren. Bei der letzten Jahreshauptversammlung hatte er über den Rücktritt der Kreisbläserjugend berichtet. Leider sei bis jetzt noch keine ordnungsgemäße Übergabe der Unterlagen erfolgt. Auch mögliche Zuschüsse des Kreisjugendrings und anderer Institutionen wurden nicht abgerufen. Die Generalversammlung des Bezirkes Oberfranken mit Neuwahlen findet am 28. Januar um 9 Uhr in Neunkirchen am Brand statt. Der bisherige Bezirksvorsitzende Werner Pörner wird nicht mehr kandidieren. Müller bat um Unterstützung des bisherigen Stellvertreters Thomas Kolb.

Abschließend dankte er allen, die sich für die Blasmusik im Landkreis einsetzen, insbesondere seinen Kollegen der Kreisvorstandschaft.

Kreisdirigent Roman Steiger berichtete auch namens seines Stellvertreters Markus Schnappauf von einer intensiven Probenarbeit des Kreisauswahl- beziehungsweise Kreisseniorenorchesters. Die Motivation der Aktiven verdiene großes Lob. Beim Konzert wurden Stücke von Kurt Gäble interpretiert, die dieser auch größtenteils selbst dirigierte. Neuzugänge sind immer sehr willkommen. Steiger regte die Beteiligung an Wertungsspielen an. Kreisschriftführer Klemens Löffler ging auf die Ereignisse des Vorjahres ein, während Kreiskassier Thomas Kolb einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse gab. Kassenprüfer Eugen Rebhan bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung.

„Wenn es die Sonntagskonzerte nicht geben würde, müsste man sie glatt erfinden“, freute sich Helmut Wölfel von „Kronach Creativ“ über eine hervorragende Resonanz. Heuer fanden elf Konzerte statt, drei fielen ins Wasser. Unter den angemeldeten Vereinen wurde 1.000 Euro verlost. Das Losglück war dem Musikverein Größau-Posseck hold. Glücksfee war Lea Hofmann. Für 2018 hat man viele feste Zusagen. Verantwortlich für die Konzerte zeichnet ab sofort Theo Kestel. Müller appellierte an die Stadt Kronach für eine Beschattung der Zuschauerplätze zu sorgen, da es an heißen Tagen förmlich auf diese herab brenne.

Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner dankte allen, die sich mit ihrer Musik ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit stellen und anderen damit eine Freude machen. Um die vielen aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, brauche es - so Landrat Klaus Löffler - Mut und Optimismus. Die Stärken des Landkreises sollte man mit Selbstbewusstsein und Stolz nach außen tragen. Die Zukunft unserer Heimat könne nur gemeinsam gestaltet werden. Hierzu leisteten all die vielen Ehrenamtlichen einen großen Beitrag - insbesondere auch die Musikvereine des NBMB-Kreisverbands. Als Zeichen seiner Anerkennung überreichte er dem scheidenden stellvertretenden Kreisvorsitzenden Bruno Schnappauf den Schlüsselanhänger des Landkreises. „Der Kreisverband Kronach ist einer der tatkräftigsten in Oberfranken“, würdigte Bezirksvorsitzender Pörner. Besonders lobte er die hervorragende Jugendarbeit, wofür die Konzerte des Kreisauswahlorchesters der beste Beleg seien.

Stefan Hümmer vom MV Steinwiesen und Daniel Müller vom MV Steinberg dankten für den Besuch der Kreismusikfeste. Laut Hümmer habe man auf Gast-Geschenke verzichtet. Dafür werde man beim Osterkonzert am 1. April „1000 Herzen für Kronach“ mit einem vierstelligen Betrag bedenken. Müller lud zum Weihnachtskonzert am 16. Dezember ab 19.30 Uhr in die Kronachtalhalle als Abschluss des Jubiläums-Festjahrs ein. Auch Beisitzer Dietmar Schmidt lud ein - zum Kreismusikfest vom 1. bis 3. Juni in Tettau. Stimmungsvoll umrahmt wurde die Versammlung vom Musikverein Steinberg. Die nächste Jahreshauptversammlung ist am 24. November 2018 um 14 Uhr in Steinwiesen.

Wolfgang Müller bleibt an der Spitze

Bei den Neuwahlen der Kreisvorstandschaft für drei Jahre ergaben sich zwei Änderungen. Der bisherige Stellvertreter Bruno Schnappauf stellte sich nicht mehr zur Verfügung. In seine Fußstapfen tritt der bisherige Beisitzer Alexander Klug. Für ihn wurde Maren Kalb vom Musikverein Schauberg als neue Beisitzerin gewählt. Gewählt wurde per Akklamation unter Wahlvorsitz von Yvonne Hummel. hs Ergebnisse: Kreisvorsitzender: Wolfgang Müller, stellvertretender Kreisvorsitzender: Alexander Klug (neu!), Kreiskassier: Thomas Kolb, Kreisschriftführer: Klemens Löffler, Beisitzer: Dietmar Schmidt, Holger Pohl, Maren Kalb (neu!), Kassenprüfer: Walter Deinlein und Eugen Rebhan.


Von: Heike Schülein

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