Musik bereichert das Leben der "Alten Freind"

46 Teilnehmern am Musikwochenende unter dem Motto „Alte Freind treffa, neie Muse macha“ brauchen keine Drogen. Noten in Töne umzusetzten ist eine der wichtigsten Nebensachen in ihrem Leben.

Die Tatsache, dass Musik die Eigenschaft besitzt, solch intensive Glücksgefühle zu bewirken, legt nach den Erkenntnissen des bekannten Hirnforschers Manfred Spitzer nah, dass Musik, wenn sie auch nicht für das Überleben der Art Mensch unbedingt notwendig ist, doch einen deutlichen Beitrag zu geistigem und körperlichem Wohlbefinden leisten könnte. Als  aufmerksamer Beobachter kann Kreisvorsitzender Joseph Ferstl - „Vater“ und Organisator dieser zwei Tage - zusammen mit Kreis- und Bezirksdirigent Anton Lottner dies nur bestätigen.
Waren es vor elf Jahren fast zwei Dutzend notenverliebte Instrumentalisten aus dem Kreisverband Schwandorf, so hat sich das Interesse für die „richtigen Töne“ deutlich erhöht: „Dirigenten, Vereinsvorsitzende, Ausbilder, Musiklehrer aber auch erfahrene Musiker und junge Registerführer sind in diesem Kreis vertreten“, berichtet Joseph Ferstl. Und er ist stolz, dass diese zwei Tage mittlerweile im Bezirksverband Oberpfalz des Nordbayerischen Musikbundes so gut „eingeschlagen“ haben. Die ersten Töne der über 40 Teilnehmer erklangen in den alten Klostermauern in Ensdorf am Samstag bereits um 9.30 Uhr. Erst gegen 21 Uhr wurden die Instrumente aus der Hand gelegt.
Was dieses Wochenende so beliebt macht, dürfte auch auf das „gute Händchen“ von Anton Lottner zurückzuführen sein, der bei der Auswahl neuerer Stücke konzertanter Bläsermusik immer wieder den richtigen „Geschmack“ an den Tag legt. Dazu hat er aber auch traditionelle Werke dieser Richtung in seinem Koffer immer dabei. Nicht nur die gemeinsame Freude und der Spaß an der vielschichtigen Blasmusik, sondern auch das harmonische Miteinander sorgten erneut dafür, dass ausschließlich allen Instrumentalisten die intensive aber dennoch lockere „Probenarbeit“ im geschichtsträchtigen Klostergemäuer erneut sehr gut gefallen hat. So wurden laut Ferstl im positiven „Feedback“ bereits erste Buchungswünsche für das Wochenende Mitte Februar 2020 geäußert.
Wenn auch noch überaus interessante Musikschöpfungen auf die Notenständer aufgelegt wurden, dann braucht es nicht zu wundern, dass alle Anwesenden mit großem Eifer zu Werke gingen. Der Kreisdirigent hatte extra für dieses Treffen einen Überraschungsgast eingeladen: Instrumentenbaumeister Karl Scherzer aus Altendettelsau. Er stellte eine große Auswahl seiner meisterhaften Trompeten, Flügelhörnern und Posaunen bereit, die jeder Blechbläser im Laufe des Workshops nach Belieben ausprobieren konnte.
Am Ende des harmonischen Wochenendes würdigte Joseph Ferstl  das Engagement von Kreisdirigent Lottner. Ein dickes Lob gab es auch für die Teilnehmer, die sich in stressfreier Atmosphäre voll eingebracht hatten. Dazu kam noch, was bei Musikern nicht ganz unwichtig ist, das Fachsimpeln. Und ganz nebenbei wurden auch alte Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft.


Von: Franz Wagner, 09.03.2019

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