"No aweng besser wern" lautet das Ziel

Wenn es um die richtige Umsetzung von Noten in Töne geht, macht den Musikerinnen und Musiker im Kreisverband Schwandorf so schnell keiner was vor. Vorsitzender Joseph Ferstl legt in der Jahreshauptversammlung eine beeindruckende Bilanz vor.

Das Kreisjugendorchester ist Herzensangelegenheit des Kreisvorsitzenden Joseph Ferstl. Die Leitung liegt in den Händen von stellvertretender Kreisdirigentin Cornelia Gaschler (sitzend links) unterstützt von Musikpädagogen Stefan Neger (sitzend, rechts) und Dirigentin Karin Raab (nicht im Bild).

Im Mittelpunkt der Zusammenkunft Des Kreisverbandes des Nordbayerischen Musikbundes stand nach dem Bericht über die Ereignisse des vergangenen Jahres die Auswertung der Mitgliederbefragung unter dem Motto "No a weng besser wern!". Stellvertretender Bezirksvorsitzender Peter Gaschler aus Wackersdorf nannte dies "der Stimmung eine Stimme geben." Die Fragebogenaktion bei den 32 Kapellen im Landkreis machte deutlich, dass die Kommunikation auf direktem Weg zu den einzelnen Musikern deutlich verbessert werden müsse. Dies bedeutet laut Gaschler, dass der Verband seine "Trägheit" überwinden sollte.

Es ergebe sich intern ein dringender Handlungsbedarf bei der Überarbeitung der Homepage hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Smart-Ansicht. Nach außen müsse die gesamte Öffentlichkeitsarbeit besonders über die Presse, aber auch in den anderen sozialen Medien verbessert werden. "Damit können wir den Verband zukunftsfähiger machen", erklärte Peter Gaschler und brachte so ohne weitere Worte deutlich zum Ausdruck, dass zu jeder Beschäftigung, egal welcher Art, das Trommeln in eigener Sache eine wichtige Angelegenheit sei.

Mit welchem Einsatz auf Kreisebene das Ehrenamt "Bläsermusik" ausgefüllt werde, lässt sich aus der Tatsache ableiten, dass Joseph Ferstl und Stellvertreter Georg Schmid im Berichtszeitraum 2018 über 2300 Kilometer bei Repräsentationen des Kreisverbandes (KV) unterwegs waren. "Wir Funktionäre nahmen insgesamt 56 Termine wahr." Dabei handelte es sich um Ehrungen und Auszeichnungen. Nicht erfasst sind persönliche Konzertbesuche ohne offiziellen Anlass.

Als "positiv" bezeichnete der Vorsitzende den Stand der Mitgliederzahl. Sie ist gegenüber dem Vorjahr bei den 32 Kapellen/Spielmannszüge angestiegen auf 1901 Aktive. Davon sind 710 Personen unter 18 Jahre, das entspricht 27 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 27 Jahren. "Schwandorf stellt von den sieben Kreisverbänden im Bezirk Oberpfalz knapp 23 Prozent der Musiker und über 22 Prozent der Mitgliedsvereine." Stolz könne der KV auf seinen Nachwuchs sein, fügte der Sprecher an. Er verwies auf das Kreisjugendorchester und das Jungbläsercoaching.

Hinsichtlich Kreisjugendorchester und Jungbläsercoaching 2018 berichtete Ferstl von Probentagen in Schwarzenfeld, Wackersdorf, Teublitz und dem Abschlusskonzert in Nabburg. Unter der Leitung von Stefan Neger und Co-Dirigentin Conny Gaschler zeigten 54 Jugendliche aus Fensterbach, Nabburg, Pischdorf, Schwandorf, Schwarzenfeld, Teublitz und Wackersdorf-Steinberg sowie Ursensollen ihr Können. Eine Neuauflage ist im Frühjahr 2020 geplant.

Dass sich finanziell um den KV niemand ernsthafte Gedanken machen müsse belegten die Ausführungen von Schatzmeister Sebastian Lindner. Haupteinnahmequellen 2018 waren Zuwendungen vom Nordbayerischen Musikbund (Bezirk und Verband) sowie Sponsoring verschiedener Banken und Firmen. Daraus konnten die laufenden Geschäftskosten wie Büromaterial, Porto, Kopien, Fahrtkosten oder sonstige Sachausgaben bestritten werden.

Kreis- und Bezirksdirigent Anton Lottner berichtete von der erweiterten Musikkommission, in der künftig sechs Personen aus der Oberpfalz Mitspracherecht hätten. Er erwähnte die verschiedenen Leistungsprüfungen. Guten Zuspruch erfuhr erneut das Musikwochenende "Alte Freind treffa - neue Muse macha" im Kloster Ensdorf mit 46 Teilnehmern. Für 2020 hätten sich die Ersten für den 15./16. Februar angemeldet.


Von: Franz Wagner, 02.10.2019

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