Blasmusik in ihrer Vielfalt

Bezirksjugendorchester sorgt für kulturelles Glanzlicht. 75 hochmotivierte Musiker aus 27 Musikkapellen von Regensburg bis Tirschenreuth sind die Garanten für einen unvergesslichen Abend.

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“. Mit diesem Zitat von Ludwig van Beethoven wurde das Konzert des Bezirksjugendorchesters der Oberpfalz am 07.04.18 in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald eröffnet und die zahlreichen Zuhörer von den beiden Moderatorinnen des Abends, Karina Höcherl und Melina Söllner, begrüßt.

Zur bereits 31. Bläserwoche trafen sich 65 Musikerinnen und Musiker aus der Oberpfalz, um sich ab Ostermontag im Kloster Ensdorf auf das Konzert vorzubereiten. Neben den Proben, die von den Dirigenten Martina Ferstl und Michael Schäfer, sowie den Dozenten Julia Schwarzmeier, Stefan Neger, Leszek Waskowski, Robert Eichenseer, Werner Schreml, Wilibald Höfele und Sigi Mühlbauer geleitet wurden, gab es auch ein ansrpechendes Rahmenprogramm. So war die Bläserjugend um ihren Bezirksvorsitzenden Lukas Michl vor Ort um mit den Teilnehmern T-Shirts zu bedrucken, außerdem gab es eine Wanderung nach Rieden und am Freitag Abend fand die öffentliche Generalprobe statt.

Eröffnet wurde der erste Teill des Konzerts, dirigiert von Michael Schäfer, mit dem Marcha de Libertad von Gerald Ranacher, gefolgt von Air Pathetique von Ludwig van Beethoven. Bei A day of Hope sollten die Zuhörer für einen Moment die Augen schließen und überlegen was ihnen Freude bereitet. Die Greek Folk Song Suite war in drei Sätze unterteilt, der erste Satz als aufregendes griechisches Volkslied, im zweiten konnte man sich entspannt zurücklehen, ehe dann im dritten Satz wieder die Post abging. Ruhiger wurde es dann wieder beim Stück You raise me up,  ehe es mit "Eighties Flashback" zurück in die Achziger ging. Mit Ausschnitten aus Thriller, Time after Time, Eye of the Tiger, Up where we belong und Bon Jovis You give love a bad Name fühlte sich mancher Zuhörer in die Jugend zurück versetzt. Im Anschluss ging es dann in eine 20-minütige Pause.

Der zweite Teil, musikalisch geleitet von Martina Ferstl, begann mit Instant Concert, einem Stück in dem in der dreiminütigen Dauer sehr viele bekannte Melodien angespielt wurden. Weiter ging es mit „In aller Kürze“, ein Titel, der klingt wie eine Polka, aber nichts mit bayerisch-böhmischer Blasmusik zu tun hatte. Mit Movie Milestones unternahm das Orchester dann einen effektvollen Abstecher in die Filmmusik. In dem Medley waren unter anderem Melodien aus Madagaskar, der König der Löwen und Fluch der Karibik zu hören. In der 80er Kult(tour) waren dann nochmal einige Ohrwürmer der neuen deutschen Welle zu hören, die Musiker und sogar die Zuhörer sangen hier mit. Everybody needs somebody war dann schon das letzte Stück des gelungenen Konzerts. Das fachkundige Publikum zollte dem Bezirksorchester mit lange anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen den verdienten Lohn für die begeisternde Leistung. So durften die Musikerinnen und Musiker die Bühne dann auch erst nach zwei Zugaben, die Polka Guten Abend, Gute Nacht und dem Bozener Bergsteiger Marsch, die Bühne verlassen.

Vor und während des Konzerts bedankte sich der stellvertretende Bezirksvorsitzende Peter Gaschler beim Vorsitzenden der Stadtkapelle Neunburg v. Wald, Roman Sorgenfrei, für die perfekte Organisation des Konzerts. Sein Dank galt auch den Organisatoren der Bläserwoche um Bezirksschatzmeisterin Conny Roider, den Dirigenten Martina Ferstl und Michael Schäfer mit ihren Dozenten und Betreuern während der Bläserwoche und natürlich vor allem den Musikerinnen und Musikern, die bei dem Konzert ihren hohen Leistungsstand präsentieren konnten.


Von: Alex Riedl, 12.04.18

« zurück

Nach oben