Nordbayerischer Musikbund arbeitet an Neuaufstellung

In der Jahreshauptversammlung 2018 berichtete Vorsitzender Walter Zöller vom Projekt "No aweng besser wern", mit der sich der Musikbund für die Zukunft neu aufstellen möchte. Dazu werden einzelne MusikerInnen aus den Vereinen in einem Interview zu ihren Interessen und Vorstellung befragt.

Kreisdirigent Jürgen Spall gratuliert Sophie Wöber zur erfolgreich bestandenen D3-Prüfung. (Foto: privat)

Kreisdirigent Jürgen Spall gratuliert Sophie Wöber zur erfolgreich bestandenen D3-Prüfung. (Foto: privat)

In der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Miltenberg im Nordbayerische Musikbund berichtete Vorsitzender Walter Zöller vom Projekt "No aweng besser wern", mit der sich der Musikbund für die Zukunft neu aufstellen möchte. Dazu werden einzelne Musikerinnen und Musiker aus den Vereinen des gesamten Musikbundes in einem Interview zu ihren Interessen und Vorstellung befragt. Letztendlich sollen die Ergebnisses es ermöglichen, eine bessere Abwägung beim Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel in der Spitzen- und Breitenmusik treffen zu können.

Zu Beginn der Veranstaltung, die im Musicarium des Trennfurter Musikvereins stattfand, konnte Zöller Landrat Jens Marco Scherf und den Klingenberger Bürgermeister Ralf Reichwein willkommen heißen. Im Anschluss gedachten die Anwesenden des überraschend verstorbenen Bezirksvorsitzenden Werner Höhn sowie Otmar Hofmann, dem Ehrendirigenten der Fränkischen Rebläuse aus Bürgstadt.

Landrat Scherf bedankte sich in seinen Grußworten für das Engagement der Musikvereine, das er insbesondere zu schätzen wissen, seit nun auch seine Kinder in einer Bläserklasse mitspielen. Bürgermeister Reichwein wiederum warf die Frage "Was wäre unsere Welt ohne Musik?" in die Runde, die er auch gleich selbst beantwortete: Die Welt wäre um einiges ärmer. Er freue sich daher ganz besonders darüber, als Klingenberger Bürgermeister gleich 3 Musikvereine im Ort zu haben.

Vorsitzender Zöller konnte in seinem Bericht mitteilen, dass die Mitglieder des Kreisverbands wieder zahlreiche musikalische Erfolge in Form von Konzerten und Serenaden feiern konnten. Jedoch wäre ganz klar zu erkennen, dass es immer schwieriger wird, junge Menschen für die Musik zu gewinnen: Mit Ausnahme des Musikvereins aus Mömlingen hat sich die Zahl der Jugendlichen bei allen Vereinen im vergangenen Jahr verringert. Hier müssten auch in Zukunft größte Anstrengungen unternommen werden, um dem Trend entgegenzuwirken. Zöller gab dabei auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Jugendlichen durch das zurückkehrende G9 wieder mehr Zeit für Hobbys wie die Musik finden werden. Darüber hinaus ergeben sich auch viele Möglichkeiten im Erwachsenen- und Seniorenbereich: Es gäbe viele ältere Semester, die in der Jugend das Musizieren aufgrund Ausbildung, Studium, Beruf und Familie hintenangestellt hätten, nun aber wieder Interesse und Zeit für dieses fantastische Hobby zeigen würden. Ihnen müsste man eine möglichst einfache Rückkehr zur Musik ermöglichen.

Kreisdirigent Jürgen Spall berichtete von den diesjährigen Musikerprüfungen: 8 Jugendliche haben erfolgreiche die D1-Prüfung, 3 Jugendliche erfolgreich die D2-Prüfung bestanden. Besondere Erwähnung fand Sophie Wöber aus Mömlingen, die im August die D3-Prüfung an der Musikakademie in Hammelburg bestanden hat.

Kreisjugendleiter Kai Steigerwald bat darum, die Werbetrommel für die Kreisjugend zu rühren: Jugendliche, die sich in der Kreisverbandsjugend engagieren möchten, wären jederzeit herzlich willkommen. Er wies in seinem Bericht auch auf die Juleica-Card (www.juleica.de) hin, den bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit. Diese Karte ist mit Vergünstigungen für die Inhaber verbunden. Steigerwald bat alle Jugendleiter in den Vereinen, vermehrt für diese Karte zu werben. Stellvertreterin Carolin Fries berichtete von einem Treffen aller Jugendlichen aus dem Landkreis. Die Resonanz war hervorragend und auch im nächsten Jahr soll wieder ein entsprechendes Event stattfinden.

Walter Zöller beendete die Sitzung mit einem Ausblick auf die zahlreichen Termine 2019 wie z. B. die Konzerte am 05./06. Januar in Bürgstadt, am 06. April in Mömlingen und Trennfurt sowie am 07. April in Sulzbach. Besonders interessant dürfte auch das Treffen am 9. Februar im Musicarium in Trennfurt zum Thema "Zukunft der Musikvereine - Probleme erkennen, Lösungswege finden" sein, das vom Landkreis gefördert und gemeinsam mit dem Musikverband Untermain veranstaltet wird. Die nächste Jahreshauptversammlung wird turnusgemäß am 30. November 2019 in Bürgstadt stattfinden.


Von: Redaktion, 14.12.2018

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