Einmal bayrisch – Einmal böhmisch (Trachtenkapelle Hesslar erreicht das Finale)

Verfasser: Trachtenkapelle Heßlar
Datum: 12.06.2013 11:27
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Trachtenkapelle Hesslar

(Hesslar / München) Die Trachtenkapelle Hesslar hat am vergangenen Samstag beim Wettbewerb für Bayrisch-Böhmische Blasmusik in München die Finalrunde erreicht und einen herausragenden fünften Platz in einem Teilnehmerfeld aus renommierten Kapellen aus ganz Bayern erspielt. „Auf nach Minga“ war das Motto der Trachtenkapelle Hesslar am vergangenen Wochenende. Mit Fans, Instrumenten, Noten und einer gehörigen Portion Lust auf Blasmusik ging es am Freitagnachmittag mit dem Bus Richtung Süden, um sich mit den besten Blaskapellen Bayerns zu messen. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Musikbundes von Ober- und Niederbayern (MON) fand im Münchner Augustiner Biergarten am Samstag ein Wettbewerb für bayerischböhmische Blasmusik statt. Nach dem Frühstück am Samstagmorgen stand vor dem großen Auftritt erst mal ein kurzes „Anschwitzen“ für die Musikanten in der Lobby des Hotels auf dem Plan, um ideal vorbereitet in den Wettbewerb zu starten, bei dem insgesamt immerhin 9.000 Euro Preisgeld auf dem Spiel standen. Der Wettbewerb wurde bei strahlendem Sonnenschein im Augustiner Biergarten in München ausgetragen - einfach ein perfektes Ambiente für bayrisch-böhmische Blasmusik. In einem Teilnehmerfeld von zehn ausgewählten und renommierten Kapellen aus ganz Bayern durfte die Trachtenkapelle Hesslar dann unter der Leitung von Dirigent Christian Schreck ihr Können vor etwa 8.000 Besuchern und einer fachkundigen Jury unter Beweis stellen. Mit Karl Edelmann (Komponist und „der“ Experte für bayerische Blasmusik), Toni Scholl (ehem. Tenorhornist von Ernst Mosch) und Wolfgang Grünbauer (Leiter der Münchener Oktoberfest Musikanten) waren drei echte Kenner der Blasmusik-Szene als Juroren vertreten. Der Wettbewerb bestand aus einer Vorrunde mit zehn Kapellen und einer Finalrunde der besten fünf Kapellen in der das Preisgeld ausgespielt wurde. In jeder Wettbewerbsrunde mussten zwei bayerische und zwei böhmische Stücke gespielt werden. Ein Abdriften in Schlager oder andere Musikrichtungen bedeutete die sofortige Disqualifikation. Für den Gewinner waren gar 3.500 Euro ausgelobt. Trotz Lampenfieber und Anspannung konnte die Trachtenkapelle in der Vorrunde mit den Titeln Böhmischer Frühling, Königseer Polka, Die alte Lena und dem Königsmarsch überzeugen und das Publikum für sich begeistern. Nach der Bekanntgabe der Teilnehmer für die Finalrunde kannten die Musiker der Trachtenkapelle kein Halten mehr und es hallte minutenlang „Finale oho“ durch den Augustiner Biergarten. Die Trachtenkapelle hatte sich als einziger Vertreter des Nordbayrischen Musikbundes für die Finalrunde der besten fünf Kapellen qualifiziert. In der Finalrunde mussten sich die Hesslarer Musikanten dann allerdings hervorragenden Kapellen, echten Spezialisten in bayerisch-böhmischer Blasmusik geschlagen geben und belegten am Ende einen hervorragenden fünften Platz der mit 500 Euro Preisgeld notiert war, welches der Jugendarbeit der Trachtenkapelle Hesslar zu Gute kommen wird. Nach der Siegerehrung wurde der fünfte Platz noch gebührend im Biergarten bei bestem Wetter und hervorragender Unterhaltung durch die Sieger-Kapelle „Brauhaus Musikanten“ aus dem Allgäu gefeiert, bevor am Sonntagnachmittag dann stolz und fröhlich die Heimreise ins Frankenland angetreten wurde.