Rückblick der Musikvereinigung Ebensfeld auf ein erfolg- und ereignisreiches Jahr 2019 unmittelbar vor dem Corona Shutdown

Verfasser: Musikvereinigung Ebensfeld e.V.
Datum: 12.04.2020 05:08
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Unmittelbar vor dem gesamtgesellschaftlichen Zurückfahren aller Aktivitäten und Veranstaltungen blickte die Musikvereinigung Ebensfeld bei ihrer Generalversammlung noch zufrieden auf ein genauso erfolgreiches wie ereignisreiches musikalisches Jahr 2019 zurück. Dass die Auswirkungen der Corona-Krise auch alle Vereine in einer nie erlebten Heftigkeit treffen würde, konnte sich beim Jahresrückblick mit den Ehrungen verdienter Mitglieder noch niemand vorstellen. Dementsprechend mag der Bericht über die Jahreshauptversammlung 2020 manch einem wie ein Ereignis aus einer längst vergangenen Zeit vorkommen. Begrüßung durch die Bläserklassen und Totengedenken Dass bei der Ebensfelder Musikvereinigung der Nachwuchs eine bedeutende Rolle spielt, konnte man wie alljährlich gleich zu Beginn der Generalversammlung deutlich hören. Die beiden Schulbläserklassen der 3. Und 4. Jahrgangsstufe der Pater-Lunkenbein-Schule präsentierten unter der Leitung ihres Dirigenten Thomas Helmreich mit sichtlicher Begeisterung die im schulischen Musikunterricht erlernten Stücke. Dass dabei die Drittklässler erst seit September ein Blasinstrument spielen, begeisterte die Zuhörer umso mehr. Mit den geforderten Zugaben „Dr. Rock“ und dem „Hard Rock Blues“ rockten sie sprichwörtlich den Greßano-Saal. Umso stiller wurde es gleich darauf beim Verlesen der seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Vereinsmitglieder Alfons Hauptmann, Roswitha Titze, Hans Moritz, Joseph Raab und Hans Martin, denen beim Lied vom Guten Kameraden gedacht wurde. 170 Aktive, ein Dirigentenwechsel und ein neuer Förderverein Eindrucksvolle Zahlen des größten Musikvereins im Landkreis Lichtenfels und des zweitgrößten Ebensfelder Vereins trugen dann Vorstand Rudolf Dierauf, 2. Vorstand Benedikt Krüger als Ausbildungsleiter, die Dirigentinnen Eva Murmann und die neue Chefdirigentin Kathrin Motschenbacher sowie die Kassiererin Christine Murmann bei ihren Jahresberichten vor. Sage und schreibe 170 Aktive mit einem Altersdurchschnitt von 20 Jahren bei über 600 Mitgliedern lassen schon mal positiv in die Zukunft blicken. Dass 8 Jahre nach der Fusion zur Musikvereinigung eine Musikerhochzeit aus zwei aktiven Musikern der beiden Kapellen gefeiert werden konnte, zeigt anschaulich, wie weit der Zusammenschluss mittlerweile fortgeschritten ist. Ein Paukenschlag war allerdings der Rücktritt von Reinhold Stärk als Chefdirigent, der jedoch die Leitung des Nachwuchsorchesters und der Erwachsenen-Bläserklasse noch inne hat. Umso erfreuter zeigten sich nicht nur die Aktiven des Ebensfelder Blasorchesters, dass seit Jahresbeginn mit Kathrin Motschenbacher eine renommierte Dirigentin noch dazu aus dem Gemeindegebiet für die musikalische Leitung gewonnen werden konnte. Zukunftsgerichtet war auch die Gründung eines Fördervereins der Musikvereinigung Ebensfeld e.V., dem Marco Wachter als 1. Vorsitzender voransteht. Visionen zeigte Dierauf schließlich auf, als er Bürgermeister Bernhard Storath nicht nur auf die Wichtigkeit eines geeigneten Probenraums sondern auch einer Gründung einer Kreismusikschule hinwies. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit Im Bereich der Ausbildung konnte 2. Vorstand Benedikt Krüger wieder erfreut berichten, dass bei der Musikvereinigung Ebensfeld vom Kleinkind bis zum Senioren alle Altersbereiche abgedeckt werden. Besonders freute er sich über die überaus gute Zusammenarbeit mit der Pater-Lunkenbein-Schule und deren Rektorin Ursula Schüßler. Über 130 Jugendliche und Erwachsene sind bei der Musikvereinigung in Ausbildung, von denen in diesem Jahr bereits 20 sich ein Leistungsabzeichen erspielten. Mit dem Musikerleistungsabzeichen in Bronze wurden ausgezeichnet: Sophia Finzel, Tim Wieder, Kirsten Lauritzen, Roswitha Klemenz, Norbert Fröhlich, Andrea Fröhlich, Jakob Lurtz, Eva Dörfler, Johanna Löffler und Chiara Wagner. Die nächsthöhere Stufe erreichten mit dem Silberabzeichen: Selina Finzel, Marie Hagel, Hanna Späth und Jakob Zillig. Genauso positiv war der zahlreiche Übertritt von der Bläserklasse ins Juniororchester, das von Eva Murmann geleitet wird. Das Projektorchester U25 unter der Leitung von Reinhold Stärk bildet weiterhin das Bindeglied zum Blasorchester Ebensfeld. Die neue Chefdirigentin Kathrin Motschenbacher stellte sich der Öffentlichkeit mit ihrer Vita vor und drückte ihre Begeisterung für ihre Neue Aufgabe bei der Musikvereinigung aus, die sich wahrlich nicht hinter den Großen Musikvereinen in Oberfranken verstecken müsse. Bestes Beispiel sei, dass die Musikvereinigung beim letztjährigen Wertungsspiel mit 4 Orchestern einzigartig in Oberfranken vertreten war. Dank erging nicht nur an alle Ausbilder sondern insbesondere an Theresa Klaus für ihr Engagement im Bereich der Nachwuchsarbeit. Grußwort des Bürgermeisters und Vereinsehrungen Bürgermeister Bernhard Storath zeigte sich nicht zum ersten Mal beeindruckt vom Bericht der Kassiererin Christine Murmann, der auch einem Unternehmen entstammen könnte. Besonders die unzähligen Aktivitäten des Vereins bedeuten für den Markt Ebensfeld ein weithin sicht- und hörbares Aushängeschild. Auch bei der Probenraumproblematik werde der Markt Ebensfeld den Verein nicht im Regen stehen lassen. Nach der Entlastung der Vorstandschaft standen wieder einmal die schönsten Momente einer Generalversammlung an, wenn nämlich verdienten Mitgliedern und Aktiven für ihr langjähriges Engagement gedankt wird. 2020 waren dies: - Für 50 Jahre Treue zum Verein: Manfred Zenk - Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Erwin Pornschlegel, Winfried Böhmer, Hans Wagner-Baumeister und Christian Endres - Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Manuela Heinkelmann, Martin Hirschlein, Ralf Bukowski, Peter Scheftlein, Regina Scheftlein, Barbara Schmittinger, Wolfgang Schubert-Raab und Franz Dirauf - Für 10 Jahre Aktives Musizieren: Eva Murmann, Dieter Müller, Fabian Müller, Lisa Müller, Julian Amon, Alexandra Horn, Antonia Meixner und Michael Fleischmann Dass die geplanten Auftritte und Veranstaltungen im Frühjahr kurz nach der Ankündigung durch Vorstand Dierauf schon wieder hinfällig werden würden, damit rechnete keiner der Anwesenden. Auf die Durchführung des großen Jubiläums der Musikvereinigung mit einem Kreismusikfest anlässlich 150 Jahre Blasmusik in Ebensfeld im September 2023 dürfen jedoch alle bereits jetzt hoffen. Für den notwendigen Festausschuss, der im kommenden Herbst ins Leben gerufen wird, hofft Vorstand Dierauf auf die Mithilfe aller Vereinsmitglieder aber auch Vertreter der örtlichen Vereine. O.W.