Informationen zur Corona-Krise

Nachfolgend finden sie eine Übersicht zu den von uns veröffentlichten Meldungen zur Corona-Virus-Krise in umgekehrter chronologischer Reihenfolge.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an unsere kürzlich neu gegründete Kommission Vereinsunterstützung wenden, die sich vorrangig mit den Problemen, die aktuell in den Vereinen aufgrund der Corona-Krise entstanden sind, beschäftigt. Beschreiben Sie kurz Ihre Probleme und schicken Sie diese per E-Mail an corona@nbmb-online.de. Die Kommission wird dann versuchen, möglichst zeitnah zu handeln und Ihnen zu antworten. Die Probleme und mögliche Lösungen werden anschließend anonymisiert veröffentlicht. So können alle betroffenen und interessierten Mitgliedsvereine von der Arbeit der Kommission profitieren.

Natürlich können Sie auch jederzeit unsere Geschäftsstelle kontaktieren. Wenn möglich, bitte per Email - ggf. rufen wir dann auch in dringenden Fällen zurück.

Meldungsverzeichnis

08.07.2020: Infos und Antragsformular zum Hilfsprogramm Laienmusik Bayern

Das Hilfsprogramm Laienmusik Bayern der Bayerischen Staatsregierung mit einem Fördervolumen von insgesamt 10 Millionen Euro ist vor ein paar Tagen angelaufen. Gefördert werden nach Auskunft des Wissenschaftsministeriums musikalische Aktivitäten der Vereine wie Konzerte, GEMA-Kosten, besondere Maßnahmen aufgrund von Hygiene- und Schutzkonzepten und Kosten für Ensembleleiter, die aufgrund der Corona-Pandemie von den Vereinen nicht (vollständig) getragen werden können. Die Förderung bemisst sich am Förderbedarf und beläuft sich auf bis zu 1.000 Euro pro Verein bzw. Hauptorchester (zuzüglich bis zu 500 Euro pro weiteres Ensemble/Orchester).

Wir haben nachfolgend alle wesentlichen Eckpunkte des Förderprogramms zusammengestellt:

Antragsverfahren / Antragsfrist

In Abstimmung mit dem Bayerischen Musikrat wurde ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickelt, das eine Förderung bis zu einem Betrag von 1.000 Euro pro Verein und bis zu 500 Euro pro weiteres Ensemble zusätzlich ermöglicht. Das entsprechende Antragsformular steht mit weiteren Informationen im Anhang zur Verfügung. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag ist per Post, per Fax oder eingescannt als PDF-Datei per Email an unserer Geschäftsstelle zu schicken. Bitte beachten: Gegen Scans, die mithilfe einer Kamera angefertigt werden, ist im Prinzip nichts einzuwenden. Die Qualität des Scans muss aber dem eines Hardware-Scanners entsprechen und der Scan muss im PDF-Format übermittelt werden. 

Die Anträge können bis zum 31. Oktober 2020 direkt über die Geschäftsstelle des Nordbayerischen Musikbundes gestellt werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind alle gemeinnützigen Mitgliedsvereine im Nordbayerischen Musikbund. Musikvereine, Musikschulen und Ensembles/Orchester, die unter der Trägerschaft der Kommune oder einer kirchlichen Einrichtung stehen, sind allerdings nicht antragsberechtigt. Darunter fallen auch Orchester (u.a. auch Bläserklassen), die über die Trägerschaft einer Musikschule oder einer allgemeinbildenden Schule organisiert sind.

Förderfähige Ensembles / Orchester

Die Höhe der maximalen Förderung hängt mit der Anzahl der Ensembles / Orchester / Kapellen im Verein zusammen. Die Grundförderung pro Verein beträgt bis zu 1.000 € und beinhaltet das Hauptensemble des Vereins. Weitere Orchester, Kapellen bzw. Ensembles werden mit einem zusätzlichen Betrag von jeweils bis zu 500 € gefördert. Gefördert werden dabei nur feststehende (größere) Ensembles, die regelmäßig proben und die von einem Dirigenten geleitet werden. Für reine Ausbildungsgruppen, musikalische Früherziehungsgruppen, kleinere musikalische Gruppierungen usw. kann kein zusätzlicher Betrag beantragt werden.

Nachweis der förderfähigen Ensembles / Orchester

Für den Nachweis bzw. die Prüfung der Anträge für das Hilfsprogramm Laienmusik hinsichtlich der Anzahl der Ensembles ist es erforderlich, die Musikerinnen und Musiker in unserer Onlinesoftware (Mitgliederverwaltung / Vereinsverwaltung) den Vereinsorchestern zuzuordnen.

Unsere bisherige Mitgliederverwaltung wurde deshalb auf die ebenfalls kostenlose „Vereinsverwaltung light“ umgestellt. Der Zugang zur Software einschließlich Benutzer und Kennwort wurde dabei nicht verändert. Wie bei der kostenpflichten Version der Vereinsverwaltung können dort Vereinsorchester angelegt werden, denen Musikerinnen und Musiker des Vereins (über den Menüpunkt „Mitglieder verwalten) zugeordnet werden können. Das Anlegen der Ensembles und die Zuordnung der Musikerinnen und Musiker ist relativ einfach und im Anhang dieses Schreibens erklärt. Ein Handbuch für die Vereinsverwaltung light (und natürlich auch die bisherige Vereinsverwaltung) ist nach dem Einloggen direkt über den Menüpunkt "Handbuch" (neben dem "Abmelden"-Knopf) als PDF-Datei verfügbar.

Das Prozedere zur Zuordnung der Musikerinnen und Musiker werden wir für beide Versionen der Vereinsverwaltung im Rahmen unserer Online-Sprechstunden (siehe Seite 3) am 14. und 16.07.2020 jeweils kurz vorstellen.

Welche Kosten sind förderfähig?

Förderfähig sind dabei Kosten für musikalische Aktivitäten, die ab dem 15. März 2020, also dem Beginn des Lockdowns entstanden sind (und die nicht bereits durch andere Förderprogramme des Freistaats unterstützt wurden). Zu diesen musikalischen Aktivitäten zählen beispielsweise Konzerte (einschließlich der GEMA-Kosten, bei den Musikvereinen wären das die anteiligen GEMA-Gebühren, die an den Verband entrichtet wurden), Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses, Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen, musikalische Aushilfen, Noten- und Instrumentenbeschaffungen. Einnahmen, die seit 15. März für musikalische Aktivitäten erzielt wurden, reduzieren natürlich den Zuschussbedarf.

Bei der Ermittlung der förderfähigen Kosten für staatlich anerkannte Dirigenten ist ein Betrag von 880 € in Abzug zu bringen, für nicht staatlich anerkannte Dirigenten ein Betrag von 440 €.

Nicht förderfähig sind Kosten, die vor dem 15. März entstanden sind, sowie laufende Vereinsverwaltungsausgaben wie Mieten für Probenräume, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge und Ähnliches mehr.

Ein Muster für die vereinsinterne Ermittlung der förderfähigen Kosten haben wir dem Schreiben beigelegt. Eine Vorlage dieser Aufstellung ist weder bei der Antragsstellung noch der Verwendungsbestätigung erforderlich. Es wird aber im Hinblick auf mögliche spätere Prüfungen empfohlen, die Aufstellung zu erstellen und z.B. im Kassenbuch zu hinterlegen, um damit die Kostenansätze nachzuvollziehen und gleichzeitig einen entsprechenden Kostennachweis vorlegen zu können.

Doppelförderung

Soweit Fördermittel aus anderen staatlichen Förderprogrammen beantragt oder bereits gewährt wurden, dürfen diese Kosten bei der Berechnung des Förderbedarfs nicht mit einbezogen werden. Dies gilt auch für Ausgaben, für die im Laufe des Jahres noch staatliche Förderprogramme beantragt werden.

Eigenbeteiligung des Vereins

Jeder Verein muss nach dem Zuwendungsrecht eine Eigenbeteiligung von mindestens 10 Prozent der Kosten erbringen. Um eine Förderung von 1.000 € zu bekommen, muss demnach der Verein mindestens förderfähige Kosten von 1.100 € nachweisen können.

Verwendungsbestätigung: Vorlage bis zum 31.03.2021

Im Anschluss an die Förderentscheidung und Auszahlung der Mittel ist die ordnungsgemäße Verwendung des Zuschusses mit einer Verwendungsbestätigung gegenüber dem NBMB zu erklären. Diese Verwendungsbestätigung ist im Zeitraum 1. Januar bis spätestens 31. März 2021 abzugeben, andernfalls sind die Mittel des Hilfsprogramms zurückzuzahlen. Das Formular für die Verwendungsbestätigung erhalten Sie von uns mit dem entsprechenden Förderentscheid.

Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass alle Unterlagen und Belege, die dem Antrag bzw. der Verwendungsbestätigung zu Grunde gelegt werden, 10 Jahre aufzubewahren sind. Auf Verlangen sind diese dem Nordbayerischen Musikbund vorzulegen. Gleiches gilt für den Fall einer nachträglichen Prüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Zuschussmittel durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst oder den Bayerischen Obersten Rechnungshof.

Hilfestellungen bei den Anträgen / Onlinesprechstunden

Alle wesentlichen Fragen zum Hilfsprogramm Laienmusik werden in den FAQs auf der Internetseite des Bayerischen Musikrates umfangreich beantwortet. Hier finden Sie die FAQs: https://www.bayerischer-musikrat.de/Foerderung/Hilfsprogramm%20Laienmusik%20Bayern

Als weitere Hilfestellung bei der Antragsstellung bietet die Geschäftsstelle insgesamt drei Online-Sprechstunden an. Diese finden am Dienstag, 14.07.2020 um 18:00 Uhr und um 20:00 Uhr, sowie am 16.07.2020 um 18:00 Uhr statt. Im Rahmen dieser Sprechstunden wird das Förderprogramm vorgestellt, die Antragsstellung erläutert sowie die Zuordnung der Musikerinnen und Musiker zu den jeweiligen Orchestern über die Vereinsverwaltung (light) erklärt. Selbstverständlich können dabei jederzeit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch Fragen gestellt werden.

Die Anmeldung erfolgt über den Kurs-Finder: https://www.kurs-finder.de/kurse/L20021

Die Zugangsdaten zur Online-Sprechstunde werden per Email versandt, die Sprechstunde findet über das Portal GoToMeeting statt, eine (etwas eingeschränkte) Teilnahme ist auch über Telefon möglich.

Telefonische Rückfragen

Die Bearbeitung, Bewilligung und Auszahlung des Hilfsprogrammes läuft für unsere Mitgliedsvereine ausschließlich über unsere Geschäftsstelle in Unterpleichfeld. Bei rund 850 möglichen Anträgen ist dies mit einem großen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden. Wir bitten daher, von telefonischen Rückfragen abzusehen und nach Möglichkeit an einer der angebotenen Onlinesprechstunden teilzunehmen. „Kleinere“ Fragen können Sie uns gerne auch per Email schicken. Wir werden bemüht sein, diese Anfragen kurzfristig zu beantworten.

 

Zum Schluss gilt unser Dank noch einmal der Bayerischen Staatsregierung, allen voran dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und Herrn Staatsminister Bernd Sibler. Das voraussichtliche Fördervolumen für die zuwendungsberechtigten Mitgliedsvereine im Nordbayerischen Musikbund beträgt rd. 1.500.000 € und damit rd. 15 % der in Bayern an die gesamte Laienmusik ausgezahlten Fördermittel. Damit können in den Vereinen zumindest einige Kosten bzw. entgangene Einnahmen auf Grund der Corona-Pandemie aufgefangen werden. Unser Dank gilt auch all denjenigen, die sich im Rahmen der nicht ganz einfachen Umsetzung des Förderprogrammes eingebracht haben.

Hinweis: Bei diesem Dokument wurde am 09.07.2020 das "Muster für eine vereinsinterne Ermittlung bzw. späteren Nachweis der förderfähigen Kosten" auf Seite 6 aktualisiert.

01.07.2020: Hilfsprogramm für bayerische Laienmusikvereine

Angekündigt wurde das Hilfsprogramm für Laienmusikvereine schon vor einigen Wochen auf einer Pressekonferenz durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler. Inzwischen wurden die Antrags- und Verteilungsmodalitäten festgelegt, sodass das Programm nunmehr starten kann.

Seit dem Beginn des Lockdowns Mitte März haben die allermeisten Musikvereine keine Einnahmen mehr, die Ausgaben dagegen sind den Vereinen in vielen Fällen erhalten geblieben. Dirigentenkosten zum Beispiel, oder längst geplante und dann auch durchgeführte Anschaffungen von Instrumenten oder der Kauf von Notenausgaben für das Sommerkonzert. Die meisten Vereine refinanzieren solche Ausgaben durch Einnahmen bei ihren Auftritten – sei es durch Eintrittspreise oder durch am Ausgang aufgestellte oder herumgereichte Spendenkörbchen. Diese Veranstaltungen fallen seit Mitte März aus, ebenso wie Auftrittsengagements der Vereine und Musikkapellen bei anderen Veranstaltungen.

Auch wenn nun ganz langsam und vorsichtig wieder Veranstaltungen stattfinden dürfen, wird dieses Jahr in den allermeisten Vereinskassen ein ordentliches Loch hinterlassen. Finanzielle Unterstützung verspricht hier das Hilfsprogramm der bayerischen Staatsregierung, das von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatsminister Bernd Sibler plakativ in einer Größenordnung von „10.000 mal 1.000 Euro“ angekündigt wurde. Sprich: 10.000 bayerische Laienmusikvereine sollen in den Genuss von jeweils 1.000 Euro kommen.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Laienmusikvereine mit Sitz in Bayern, die Mitglied in einem Laienmusikverband sind. Gefördert werden nach Auskunft des Wissenschaftsministeriums musikalische Aktivitäten der Vereine ab dem 15.03.2020 wie Konzerte, GEMA-Kosten, besondere Maßnahmen aufgrund von Hygiene- und Schutzkonzepten und Kosten für Ensembleleiter, die aufgrund der Corona-Pandemie von den Vereinen nicht (vollständig) getragen werden können. Weiterhin sind Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses, Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen, musikalische Aushilfen, Noten- und Instrumentenbeschaffungen förderfähig. Einnahmen, die seit 15. März für musikalische Aktivitäten erzielt wurden, reduzieren den Zuschussbedarf. Die Förderung bemisst sich am Förderbedarf und beläuft sich auf bis zu 1.000 Euro pro Verein bzw. Stammorchester (zuzüglich bis zu 500 Euro pro weiterem Ensemble, das beim Verband gemeldet ist). Anträge können bis 31. Oktober 2020 beim jeweils zuständigen Laienmusikverband gestellt werden.

Jeder Verein muss eine Eigenbeteiligung von mindestens 10 Prozent der Kosten erbringen, so will es das Zuwendungsrecht. Wenn also ein Verein Gesamtkosten von 1.000 Euro geltend macht, würde sich die Förderhöhe auf maximal 900 Euro belaufen, weil 10 Prozent (100 Euro) an Eigenbeteiligung erbracht werden müssen. Nicht förderfähig sind Kosten, die vor dem 15. März entstanden sind sowie laufende Vereinsverwaltungsausgaben wie Mieten für Probenräume, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge und Ähnliches mehr.

Der Nordbayerische Musikbund wird seinen Mitgliedsvereinen ab dem 07.07.2020 die entsprechenden Antragsformulare zur Verfügung stellen und das Antragsprocedere entsprechend erläutern. Um die Vereine zusätzlich bei der Antragsstellung zu unterstützen, werden digitale Sprechstunden über ein Onlineportal ab dem 13. Juli 2020 angeboten.

Die Sprechstunden finden am 14.07.2020 um 18:00 Uhr und um 20:00 Uhr, sowie am 16.07.2020 um 18:00 Uhr statt. Weitere Infos und Anmeldung im Kurs-Finder: https://www.kurs-finder.de/kurse/L20021

Der NBMB bittet dringend darum, von telefonischen oder schriftlichen Anfragen so lange abzusehen, bis die Antragsunterlagen und das entsprechende Antragsprocedere den Vereinen vorliegen. Die Geschäftsstelle des Nordbayerischen Musikbundes bereitet sich derzeit auf die umfangreichen Aufgaben im Zuge der Antragsstellung vor, um die bis zu 900 Anträge möglichst zeitnah bearbeiten und bei Bedarf auch entsprechend beraten zu können.

16.06.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (9) - UPDATE

Hinweis der Redaktion: Nachfolgend finden Sie eine aktualisierte Version der "Handlungsempfehlungen für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (9)", basierend auf einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung vom 16.06.2020. Da sich die Regelungen und Bestimmungen aktuell schneller ändern als die Sechzehntel beim Hummelflug, haben wir darauf verzichtet, eine neue Version 10 zu erstellen. So sehen Sie auch direkt, was sich in den letzten beiden Tagen schon wieder geändert hat.

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund,  in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen,

seit Montag 15.06.2020 ist die Verordnung zur Änderung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) in Kraft. Damit wird eine weitere Öffnung des Proben- und Konzertbetriebes für die Laienmusik möglich. Erst in der letzten Woche wurde der Probenbetrieb in einer ersten Stufe für 10 Musiker (incl. Dirigent) mit einem Mindestabstand für Bläser von drei Meter verkündet. Nach nur einer Woche wird die Beschränkung auf 10 Personen wieder aufgehoben, des Weiteren sind viele Regelungen von letzter Woche in der aktuellen Fortschreibung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nicht mehr zu finden. Hier insgesamt den Überblick zu behalten, fällt selbst uns sehr schwer – obwohl wir uns tagtäglich mit dem Thema auseinandersetzen und uns bayernweit laufend über die neuesten Entwicklungen austauschen. 

Trotz aller Öffnungen und Lockerungen – verbunden mit einem gleichzeitigen weiteren Rückgang der Coronafälle - ist es umso wichtiger, dass wir sehr sorgsam mit diesen Freiräumen umgehen. Fehlverhalten oder gar Corona-Fälle in unseren Reihen wären sowohl für den Betroffenen als auch die Laienmusikszene fatal. Auch sollten wir rückblickend dankbar sein, dass Deutschland und vor allem auch unser Bundesland Bayern die Corona-Epidemie relativ gut in den Griff bekommen hat. Die Einschränkungen der letzten Wochen waren notwendig, um genau diesen Stand zu erreichen. Jetzt gilt es, wieder nach vorne zu blicken, die Kräfte zu mobilisieren und die Blasmusik auch wieder musikalisch hörbar zu machen.

Nachfolgend haben wir die neuen bzw. aktuellen Regelungen mit Stand 16.06.2020 für die Blasmusik zusammengestellt:

Vereinsversammlungen / Vorstandssitzungen / Generalversammlungen

Vereinssitzungen sind lt. Mitteilung der Bayerischen Staatsregierung vom 16.06.2020 ab 22. Juni 2020 mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Öffentliche Festivitäten oder einem größeren, allgemeinen Publikum zugängliche Feiern bleiben jedoch untersagt.. 

Musikunterricht (bisher Einzelunterricht)

Ab 15.06.2020 ist der gesamte Musikunterricht in den Vereinen wieder möglich. Die bisherige Beschränkung auf den Einzelunterricht wurde aufgehoben. Der Mindestabstand zwischen allen Beteiligten beträgt 1,50 Meter – bei Gesang (hier nur Einzelunterricht erlaubt) und Blasinstrumenten wurde dieser Mindestabstand auf nunmehr 2 Meter angehoben. Grundlage bildet wieder ein Schutz- und Hygienekonzept, das der Verein erstellen und auf Verlangen vorlegen muss.

Proben- und Konzerte/Auftritte

Ab dem 15.06.2020 sind Proben und Auftritte ohne Beschränkung hinsichtlich der Anzahl der Musiker möglich. Der Abstand zwischen allen Beteiligten Personen (Mitwirkende und Besucher) muss mindestens 1,50 Meter betragen, bei Blasinstrumenten beträgt der Mindestabstand 2 Meter. Auch hier muss sowohl für den Probenbetrieb als auch die Konzerte und Auftritte ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegen und natürlich auch umgesetzt werden. Die maximale Besucheranzahl bei Auftritten und Konzerten beträgt innerhalb geschlossener Räume 50 Personen, im Freien sind maximal 100 Personen zugelassen. Die Anzahl der mitwirkenden Musiker ist hierbei unerheblich. Für die Besucher in geschlossenen Räumen gilt bei Auftritten und Konzerten Maskenpflicht.

Ab 22.06.2020 erhöht sich die Anzahl der zulässigen Besucher innerhalb geschlossener Räume auf 100 Personen, im Freien sind ab 22.06.2020 maximal 200 Besucher (jeweils ohne Musiker) erlaubt. Das bundesweite Verbot von Großveranstaltungen soll nach derzeitigem Stand über den August hinaus verlängert werden.

Chorgesang / Gesangseinlagen

Rein informativ weisen wir darauf hin, dass der Chorgesang im Bereich der Laienmusik ab 22. Juni 2020 wieder zugelassen ist. Voraussetzungen sind ein Mindestabstand der Beteiligten von 2 Metern, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer.  

Probenbetrieb nur in Verbindung mit einem Konzert/Auftritt zulässig

In der aktuellen Ergänzungsverordnung zur BayIfSMV ist unter §20 folgendes geregelt: "Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien sowie die dafür notwendigen Proben und anderen Vorbereitungsarbeiten sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig...". Daraus ist abzuleiten, dass Proben nur dann zulässig sind, wenn konkret auf ein Konzert bzw. einen Auftritt hin geprobt wird. Eine zeitliche Frist zwischen Auftritt und Proben ist nicht vorgeschrieben. Die Verantwortlichen sollten sich vor der Aufnahme des Probebetriebs im Klaren darüber sein, dass bei entsprechender Nachfrage/Prüfung der Probenanlass zu benennen sein muss.

Fortschreibung Vorlage Schutz- und Hygienekonzept 

Unser angepasster Vorschlag für ein Schutz- und Hygienekonzept liegt ebenfalls vor. Wir wissen, dass dies nunmehr die dritte Anpassung innerhalb kurzer Zeit ist, jedoch müssen wir unsere Konzepte bzw. Vorschläge immer parallel zu den jeweiligen Öffnungen bzw. Lockerungen anpassen.

Dieses Konzept muss jeder Verein individuell auf seine Gegebenheiten vor Ort anpassen und auch innerhalb des Vereins veröffentlichen. Auf Verlangen ist dieses Konzept den Behörden vorzulegen. Ein Verweis auf unseren Vorschlag reicht nicht aus, weil wir keinesfalls alle Gegebenheiten vor Ort abdecken können (Laufwege, Toiletten, Reinigung usw.). Eine Aufnahme des Probenbetriebes / bzw. des Musikunterrichtes ohne ein auf den Verein abgestimmtes Schutz- und Hygienekonzept verstößt gegen die derzeit geltenden Vorschriften und sollte deshalb nicht leichtfertig ignoriert werden.  

Gastronomische Angebote bei Konzerten und Auftritten

Bei Konzerten und Auftritten sind theoretisch auch gastronomische Angebote zulässig. Hierbei sind die Auflagen wie Maskenpflicht, Trennwände, Abstand usw. zu berücksichtigen. Zudem muss auch für die gastronomischen Angebote ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegen.  

Unterstützung der Vereine 

Leider lässt das Antragsverfahren für die Unterstützung der Vereine durch Corona-bedingte Ausfälle noch immer auf sich warten. Wir werden zeitnah informieren, wenn es Neuerungen gibt bzw. das Antragsverfahren möglich ist.

Web-Seminar-Reihe für Musikerinnen und Musiker: Lockdown - Restart

Damit sich unsere Musikerinnen und Musiker wieder auf den „Restart“ in der Kapelle bzw. im Orchester vorbereiten können, bietet der NBMB eine neue Web-Seminar-Reihe „Lockdown - Restart“ an. Hier geben Dozenten und Dozentinnen den Musizierenden Tipps und Übungen an die Hand, wie sie sich zielgerichtet aufwärmen und vorbereiten können, um wieder richtig durchstarten zu können. Für alle Blasinstrumente gibt es eigene Termine mit qualifizierten Dozenten. In den Online-Seminaren (Web-Seminaren) werden verschiedene Übungen besprochen, vom Dozenten vorgespielt und von den Teilnehmern nachgespielt. Selbstverständlich können auch Fragen an die Dozenten gestellt werden. Zudem bekommt jeder Teilnehmer das entsprechende Notenmaterial, um auch nach dem Web-Seminar am Ball zu bleiben und die spielerischen Fähigkeiten weiter auszubauen. 

Instrument

Termine

weitere Infos / Anmeldung 

Trompete

21.06.2020 / 02.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20004

Tuba

22.06.2020 / 18.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20005

Waldhorn

26.06.2020 / 11.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20006

Saxophon

24.06.2020 / 05.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20007

Querflöte

27.06.2020 / 03.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20008

Klarinette

29.06.2020 / 15.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20009

Oboe

27.06.2020 / 12.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20010

Posaune

27.06.2020 / 14.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20012

Bariton / Tenorhorn / Euphonium

26.06.2020 / 05.07.2020

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20013

Fagott

kurzfristig...

https://www.kurs-finder.de/kurse/L20011

Alternativ können die Kurse auch über die Kurs-Finder (www.kurs-finder.de) direkt gefunden werden. (Stichwortsuche: "Restart" oder Filter auf "Instrumentale Fortbildungen" setzen).

Geben Sie diese Info bitte an Ihre Musikerinnen und Musiker weiter, sodass sich diese perfekt auf die erste bzw. die nächsten gemeinsamen Proben vorbereiten können. Tipp: Als Anreiz könnte ggf. der Verein die Teilnehmergebühr von 10 € pro Teilnehmer/in übernehmen.

Die aktuellen Regelungen ermöglichen uns einen durchaus machbaren Probenbetrieb. Auch sind Konzerte bzw. Auftritte unter vertretbaren Auflagen möglich. Wir können unseren Vereinen empfehlen, diese Möglichkeiten zu nutzen und die Blasmusik in den Gemeinden wieder hörbar zu machen. Maskenpflicht und Abstandsregelungen werden uns im Alltag sicher noch lange begleiten - dies sollten also keine Gründe sein, nicht wieder zeitnah mit dem Musizieren zu beginnen.

Bitte haben Sie aber auch Verständnis für diejenigen Musiker, die derzeit noch nicht oder auch nicht in der vollen Kapellen- bzw. Orchestergröße musizieren möchten. Diese Vorbehalte gilt es zu respektieren und ggf. nach Möglichkeiten zu suchen, die für diese Gruppe u.U. machbar sind (z.B. Spielen in kleinen Gruppen, Musizieren ausschließlich im Freien, evtl. Abstandsregelung anpassen usw.). 

Vergessen Sie nicht, auch für neue oder ehemalige Musiker zu werben. Das neue Schuljahr beginnt bereits im September…

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz, Verbandsgeschäftsführer

Hinweis: Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

16.06.2020: Vorschläge für ein Hygienekonzept für Musikvereine des Bayerischen Blasmusikverbandes vom 16.06.2020

Finden Sie nachfolgend die aktuellen Vorschläge für ein Hygienekonzept des Bayerischen Blasmusikverbandes (BBMV). 

16.06.2020: Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei: Bayerische Corona-Strategie

Finden Sie nachfolgend die Pressemitteilung Nr. 107 der Bayerischen Staatskanzlei vom 16.06.2020 mit einem Bericht aus der Kabinettssitzung, in der Neuerungen bzgl. der bayerischen Corona-Strategie beschlossen wurden.

14.06.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (9)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund,  in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen,

ab Montag 15.06.2020 tritt die Verordnung zur Änderung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) in Kraft. Damit wird eine weitere Öffnung des Proben- und Konzertbetriebes für die Laienmusik möglich. Erst in der letzten Woche wurde der Probenbetrieb in einer ersten Stufe für 10 Musiker (incl. Dirigent) mit einem Mindestabstand für Bläser von drei Meter verkündet. Nach nur einer Woche wird die Beschränkung auf 10 Personen wieder aufgehoben, des Weiteren sind viele Regelungen von letzter Woche in der aktuellen Fortschreibung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nicht mehr zu finden. Hier insgesamt den Überblick zu behalten, fällt selbst uns sehr schwer – obwohl wir uns tagtäglich mit dem Thema auseinandersetzen und uns bayernweit laufend über die neuesten Entwicklungen austauschen.

Unserer Einschätzung nach haben wir mit der aktuellen Verordnung einen Stand erreicht, der bis zur Sommerpause möglicherweise Bestand haben könnte. Weitere Lockerungen sind für unsere Probenarbeit kurzfristig nicht zu erwarten, vielleicht gibt es eventuell eine Anhebung der Besucherzahlen bei den Auftritten und Konzerten, die ab 15.06.2020 wieder möglich sind.

Trotz aller Öffnungen und Lockerungen – verbunden mit einem gleichzeitigen weiteren Rückgang der Coronafälle - ist es umso wichtiger, dass wir sehr sorgsam mit diesen Freiräumen umgehen. Fehlverhalten oder gar Corona-Fälle in unseren Reihen wären sowohl für den Betroffenen als auch die Laienmusikszene fatal. Auch sollten wir rückblickend dankbar sein, dass Deutschland und vor allem auch unser Bundesland Bayern die Corona-Epidemie relativ gut in den Griff bekommen hat. Die Einschränkungen der letzten Wochen waren notwendig, um genau diesen Stand zu erreichen. Jetzt gilt es, wieder nach vorne zu blicken, die Kräfte zu mobilisieren und die Blasmusik auch wieder musikalisch hörbar zu machen.

Nachfolgend haben wir die neuen bzw. aktuellen Regelungen für die Blasmusik zusammengestellt:

Vereinsversammlungen / Vorstandssitzungen / Generalversammlungen

Aufgrund der nach wie vor bestehenden Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum (§2 - BayIfSMV) sind Versammlungen und Sitzungen auf Vereinsebene noch nicht möglich. Sitzungen und Versammlungen über digitale Plattformen sind davon natürlich nicht betroffen. 

Musikunterricht (bisher Einzelunterricht)

Ab 15.06.2020 ist der gesamte Musikunterricht in den Vereinen wieder möglich. Die bisherige Beschränkung auf den Einzelunterricht wurde aufgehoben. Der Mindestabstand zwischen allen Beteiligten beträgt 1,50 Meter – bei Gesang (hier nur Einzelunterricht erlaubt) und Blasinstrumenten wurde dieser Mindestabstand auf nunmehr 2 Meter angehoben. Grundlage bildet wieder ein Schutz- und Hygienekonzept, das der Verein erstellen und auf Verlangen vorlegen muss.

Proben- und Konzerte/Auftritte

Ab dem 15.06.2020 sind Proben und Auftritte ohne Beschränkung hinsichtlich der Anzahl der Musiker möglich. Der Abstand zwischen allen Beteiligten Personen (Mitwirkende und Besucher) muss mindestens 1,50 Meter betragen, bei Blasinstrumenten beträgt der Mindestabstand 2 Meter. Auch hier muss sowohl für den Probenbetrieb als auch die Konzerte und Auftritte ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegen und natürlich auch umgesetzt werden. Die maximale Besucheranzahl bei Auftritten und Konzerten beträgt innerhalb geschlossener Räume 50 Personen, im Freien sind maximal 100 Personen zugelassen. Die Anzahl der mitwirkenden Musiker ist hierbei unerheblich. Für die Besucher in geschlossenen Räumen gilt bei Auftritten und Konzerten Maskenpflicht.

Gastronomische Angebote bei Konzerten und Auftritten

Bei Konzerten und Auftritten sind theoretisch auch gastronomische Angebote zulässig. Hierbei sind die Auflagen wie Maskenpflicht, Trennwände, Abstand usw. zu berücksichtigen. Zudem muss auch für die gastronomischen Angebote ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegen. 

Chorgesang / Gesangseinlagen

Rein informativ weisen wir darauf hin, dass nach § 20 Abs. (2) Nr. 1 der Chorgesang im Bereich der Laienmusik nach wie vor nicht zulässig ist (Proben und Auftritte). Der Profibereich ist von dieser Einschränkung nicht betroffen. Kleine Gesangseinlagen bei der Blasmusik sind unserer Auffassung nach möglich, wobei hier wie bei den Bläsern auch ein Mindestabstand von 2 Metern gilt. 

Unterstützung der Vereine

Leider lässt das Antragsverfahren für die Unterstützung der Vereine durch Corona-bedingte Ausfälle noch immer auf sich warten. Wir werden zeitnah informieren, wenn es Neuerungen gibt bzw. das Antragsverfahren möglich ist.

Fortschreibung Vorlage Schutz- und Hygienekonzept

Wir werden kurzfristig unseren Vorschlag für ein Schutz- und Hygienekonzept auf Vereinsebene auf die neuen Gegebenheiten anpassen und veröffentlichen. Wir wissen, dass dies nunmehr die dritte Anpassung innerhalb kurzer Zeit ist, jedoch müssen wir unsere Konzepte immer parallel zu den jeweiligen Öffnungen bzw. Lockerungen anpassen.

Die aktuellen Regelungen ermöglichen uns einen eingeschränkten – aber durchaus machbaren Probenbetrieb. Auch sind Konzerte bzw. Auftritte unter vertretbaren Auflagen möglich. Wir können unseren Vereinen empfehlen, diese Möglichkeiten zu nutzen und die Blasmusik in den Gemeinden wieder hörbar zu machen. Maskenpflicht und Abstandsregelungen werden uns im Alltag sicher noch lange begleiten - dies sollten also keine Gründe sein, nicht wieder zeitnah mit dem Musizieren zu beginnen.

Bitte haben Sie aber auch Verständnis für diejenigen Musiker, die derzeit noch nicht oder auch nicht in der vollen Kapellen- bzw. Orchestergröße musizieren möchten. Diese Vorbehalte gilt es zu respektieren und ggf. nach Möglichkeiten zu suchen, die für diese Gruppe u.U. machbar sind (z.B. Spielen in kleinen Gruppen, Musizieren ausschließlich im Freien, evtl. Abstandsregelung anpassen usw.). 

Vergessen Sie nicht, auch für neue oder ehemalige Musiker zu werben. Das neue Schuljahr beginnt bereits im September…

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz, Verbandsgeschäftsführer

Hinweis: Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

05.06.2020: Vorschläge für ein Hygienekonzept für Musikvereine des Bayerischen Musikverbandes

Basierend auf den Empfehlungen der VBG und der Uni Freiburg sowie dem Vollzugsschreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 4.6.2020 hat der Bayerische Blasmusikverband Vorschläge für ein Hygienekonzept erstellt. Diese schreibt den vom NBMB empfohlenen Konzeptvorschlag weiter.

ACHTUNG: Dieses Konzept wurde am 16.06.2020 durch eine aktualisierte Version ersetzt. Klicken Sie hier, um zur aktuellen Version zu gelangen. (Die alte Version wurde entfernt.)

05.06.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (8)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund,  in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen,

unsere Bemühungen um eine Öffnung des Probenbetriebes haben endlich Früchte getragen. Es ist zwar nur ein kleiner Schritt - der Weg dorthin war aber sehr steinig und auch von vielen Enttäuschungen und Rückschlägen geprägt. Die Öffnung des Probenbetriebes für maximal 10 Musikerinnen und Musiker ist für die Staatsregierung und hier vor allem das Gesundheitsministerium ein erster vorsichtiger Schritt, der jederzeit bei einer Zunahme der Coronafälle wieder zurückgenommen werden kann. Die Öffnung gilt ausdrücklich nicht für Chöre und sonstige Gesangsgruppen, da hier eine erhöhte Infektionsgefahr besteht. Für unsere Blasmusikszene ist der erste Schritt eine Möglichkeit, zu beweisen, dass wir verantwortungsbewusst mit der schrittweisen Öffnung umgehen können und wir uns flexibel zeigen. Keinesfalls sollten wir die Vorgaben missachten, was im Falle eines Falles dann wieder negativ auf die gesamte Blasmusikszene zurückfällt.

Öffnung der Vereinsheime

Mit der fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 29.05.2020 (https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-304) wurde u.a. die Schließung der Vereinsheime zurückgenommen. Damit wurde auch die letzte Hürde genommen, dass der Einzelunterricht in den Vereinsheimen stattfinden kann. Hierfür wird nach wie vor ein Schutz- und Hygienekonzept benötigt – einen entsprechenden Entwurf hatten wir bereits mit unseren letzten Handlungsempfehlungen (Nr. 7) verschickt (https://www.nbmb-online.de/infos-zur-corona-krise)

Aktualisierung: Bitte folgen Sie dem Hygienekonzeptvorschlag des Bayerischen Blasmusikverbands vom 05.06.2020.

Öffnung des Probenbetriebes für max. 10 Personen ab 08.06.2020

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat mit Schreiben vom 04.06.2020 ein gemeinsames Üben und Proben von Laienmusikgruppen unter folgenden Maßnahmen genehmigt:

  • Proben dürfen nur Instrumentalgruppen von höchstens zehn Personen einschließlich des musikalischen Leiters/der musikalischen Leiterin.
  • Es ist ein Mindestabstand von 2 m, bei Blasinstrumenten von 3 m zwischen allen Teilnehmern einzuhalten. Der Abstand zwischen Dirigent/Dirigentin und Musikern muss mindestens 3 m betragen. Wenn möglich ist auf eine versetzte Aufstellung der Musiker zu achten. Querflöten sind auf Grund der höheren Luftverwirbelungen am Rand zu platzieren. 
    Verwendete Trennwände führen nicht zur Reduktion des Mindestabstands.
  • Eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNS) ist von allen Musikern mit Ausnahme der Blasmusiker jederzeit zu tragen. D.h. Dirigent und Schlagzeuger haben einen MNS zu tragen.
  • Die Proben sollen nach Möglichkeit im Freien stattfinden. Auch im Freien muss auf die Einhaltung der Mindestabstände geachtet werden. Räume müssen ausreichend gelüftet werden (Grundsatz: 10 Minuten Lüftung nach jeweils 20 Minuten Probe).
    Raumlufttechnische Anlagen sind mit möglichst großem Außenluftanteil zu betreiben.
  • Möglichkeiten zur adäquaten Händehygiene (wie Seife, Einmalhandtücher) müssen gewährleistet sein.
  • Bei Blasinstrumenten darf kein Durchpusten des Instruments beim Ablassen des Kondensats stattfinden. Das Kondensat muss vom Verursacher mit Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden.
  • Bei Blasinstrumenten ist ein Tausch oder eine Nutzung durch mehrere Personen ausgeschlossen. Ein Verleih von anderen Musikinstrumenten oder deren Nutzung durch mehrere Personen darf nur nach jeweils vollständiger Desinfizierung stattfinden.
  • Personen mit Symptomen, die auf COVID-19 hindeuten können, wie Atemwegssymptome jeglicher Schwere, unspezifische Allgemeinsymptome und Geruchs- oder Geschmacksstörungen, dürfen nicht teilnehmen.
  • Publikum ist bei den Proben nicht zugelassen.

Die Polizeibehörden und die zuständigen Verwaltungsbehörden sind über die – am 8.6.2020 in Kraft tretenden Änderungen – informiert.

Auch für den eingeschränkten Probebetrieb ist ein Schutz- und Hygienekonzept erforderlich. Wir werden kurzfristig unser bestehendes Schutz- und Hygienekonzept für den Einzelunterricht auch für den Probenbetrieb erweitern und auf unseren Internetseiten veröffentlichen. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, die v.g. Punkte in das bestehende Konzept einzuarbeiten. 

Gruppenunterricht (Erweiterung Einzelunterricht)

Unter Zugrundelegung der v.g. Ausführungen und Regelungen ist es (theoretisch) auch möglich, Gruppenunterricht im Bereich der Nachwuchsausbildung durchzuführen (z.B. 2er/3er-Gruppenunterricht, Geschwisterunterricht). Diese Möglichkeit sollte mit Bedacht gewählt werden - Angebote mit Kleinkindern (z.B. Musikgarten oder Früherziehung) oder größere Gruppen sollten zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Erwägung gezogen werden.

Durchführung von Konzerten ab dem 15.06.2020

Der Ministerrat hat am 26.05.2020 beschlossen, ab dem 15.06.2020 eine eng begrenzte Wiederaufnahme von Konzerten und weiteren Kulturveranstaltungen unter Schutzauflagen zuzulassen. Eine entsprechende rechtliche Regelung ist in Vorbereitung und wird rechtzeitig vor dem 15.06.2020 bekanntgegeben. Wie genau diese Regelungen aussehen, können wir derzeit nur in Anlehnung an die Regelungen zum Probenbetrieb vermuten. Wir werden auch hier weiter am Ball bleiben und informieren, unter welchen Voraussetzungen es weiter geht.

Unterstützung der Vereine

Leider lässt das Antragsverfahren für die Unterstützung der Vereine durch Corona bedingte Ausfälle noch etwas auf sich warten. Wir stehen hier in engem Kontakt zu den verantwortlichen Stellen im Ministerium und werden auch hier zeitnah informieren, wenn es Neuerungen gibt. 

 

Wir wissen, dass viele Verantwortliche und Musikerinnen / Musiker in den Vereinen auf eine schnellere Öffnung gehofft haben. Wir müssen es aber akzeptieren, dass es noch viele Wochen – vielleicht auch Monate – braucht, bis wir in gewohnter Weise wieder musizieren können. Wir als Verband werden uns weiterhin mit aller Kraft für unsere Mitgliedsvereine einsetzen. Aber auch wir können das mögliche Infektionsrisiko nicht einfach ignorieren und so tun, als sei die Blasmusik ein absolut sicherer Raum. Dem ist nicht so – auch wenn wir es gerne so sehen würden.

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz, Verbandsgeschäftsführer

04.06.2020: Jetzt geht’s wieder los!

Jetzt geht’s wieder los!

Nachdem der Ministerrat am 26.05.2020 beschlossen hat, ab dem 15.06.2020 mit einer eng begrenzten Wiederaufnahme des Konzert- und kulturellen Veranstaltungsbetriebs unter Schutzauflagen zu beginnen, war es das Bestreben des Bayerischen Musikrates und des Bayerischen Blasmusikverbandes, den Probenbetrieb in infektionsschutzrechtlich vertretbarem Umfang bereits vor dem 15.06.2020 wieder aufnehmen zu können. Nach zahlreichen Telefonaten und Gesprächen auf verschiedenen Ebenen ist es uns heute in einem ersten Schritt gelungen, ab dem 8. Juni 2020 in den Probenbetrieb einzusteigen.

Die erreichten Lockerungen sind ein erster Schritt zurück zu einer neuen Normalität. Leider waren wir bei der finalen Erarbeitung des Konzeptes nicht eingebunden, sonst hätten wir vielleicht den ein oder anderen Punkt noch etwas glätten können. Aber das nachfolgende Ergebnis war das Maximum, was für die Blasmusik herauszuholen war. Jetzt gilt es, das Beste daraus zu machen! Bitte haltet euch an die nachfolgenden Kriterien und Vorgaben. Wenn uns dieser erste - sehr vorsichtige - Schritt gelingt, werden die nächsten Schritte folgen. Dafür werden wir uns - wie in den letzten Wochen auch schon – einsetzen und euch bei jedem weiterhin Schritt begleiten.

  • Proben dürfen nur Instrumentalgruppen von höchstens zehn Personen einschließlich des musikalischen Leiters/der musikalischen Leiterin.
  • Es ist ein Mindestabstand von 2 m, bei Blasinstrumenten von 3 m zwischen allen Teilnehmern einzuhalten. Der Abstand zwischen Dirigent/Dirigentin und Musikern muss mindestens 3 m betragen. Wenn möglich ist auf eine versetzte Aufstellung der Musiker zu achten. Querflöten sind auf Grund der höheren Luftverwirbelungen am Rand zu platzieren. Verwendete Trennwände führen nicht zur Reduktion des Mindestabstands.
  • Eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNS) ist von allen Musikern mit Ausnahme der Blasmusiker jederzeit zu tragen. D.h. Dirigent und Schlagzeuger haben einen MNS zu tragen.
  • Die Proben sollen nach Möglichkeit im Freien stattfinden. Auch im Freien muss auf die Einhaltung der Mindestabstände geachtet werden. Räume müssen ausreichend gelüftet werden (Grundsatz: 10 Minuten Lüftung nach jeweils 20 Minuten Probe). Raumlufttechnische Anlagen sind mit möglichst großem Außenluftanteil zu betreiben.
  • Möglichkeiten zur adäquaten Händehygiene (wie Seife, Einmalhandtücher) müssen gewährleistet sein.
  • Bei Blasinstrumenten darf kein Durchpusten des Instruments beim Ablassen des Kondensats stattfinden. Das Kondensat muss vom Verursacher mit Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden.
  • Bei Blasinstrumenten ist ein Tausch oder eine Nutzung durch mehrere Personen ausgeschlossen. Ein Verleih von anderen Musikinstrumenten oder deren Nutzung durch mehrere Personen darf nur nach jeweils vollständiger Desinfizierung stattfinden.
  • Personen mit Symptomen, die auf COVID-19 hindeuten können, wie Atemwegssymptome jeglicher Schwere, unspezifische Allgemeinsymptome und Geruchs- oder Geschmacksstörungen, dürfen nicht teilnehmen.
  • Publikum ist bei den Proben nicht zugelassen.

Die Polizeibehörden und die zuständigen Verwaltungsbehörden sind über die – am 8.6.2020 in Kraft tretenden Änderungen – informiert.

Einen Vorschlag für ein Hygienekonzept werden wir bis zum Wochenende erarbeiten und zur Verfügung stellen!

Aktualisierung: Bitte folgen Sie dem Hygienekonzeptvorschlag des Bayerischen Blasmusikverbands vom 05.06.2020.

04.06.2020: Einzelunterricht wieder möglich!

Gute Neuigkeiten: Ab sofort ist Einzelunterricht wieder möglich! Grundlage hierfür ist Paragraph 16 der fünften Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (5. BayIfSMV). Diese finden Sie hier:
https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-304/

Erforderlich für den Einzelunterricht ist ein Hygienekonzept. Einen Vorschlag finden Sie hier: https://www.nbmb-online.de/infos-zur-corona-krise/#20200430_3

Aktualisierung: Bitte folgen Sie dem Hygienekonzeptvorschlag des Bayerischen Blasmusikverbands vom 05.06.2020.

04.06.2020: Schreiben des Bayerischen StMGP: Probenbetrieb von Laienmusikgruppen

Nachfolgend finden Sie das Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) vom 04.06.2020 mit dem Betreff "Vollzug der 5. BayIfSMV - hier: Probenbetrieb von Laienmusikgruppen".

15.05.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (7)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund, 
in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen,

wir alle wünschen uns weitere Lockerungen im Bereich des Laienmusizierens, um damit den Fortbestand unserer Vereinsarbeit zu gewährleisten. Bis auf die Regelung, dass Einzelunterricht möglich ist, gibt es derzeit keine weiteren Lockerungen. Zwar werden vereinzelt Musikauftritte von Behörden (Landratsamt / Gesundheitsamt) genehmigt, hieraus lassen sich jedoch keine Allgemeinverbindlichkeiten ableiten - es gilt hier immer die Einzelfallbetrachtung.  

Einzelunterricht

Leider ist es derzeit auch noch nicht überall möglich, den Einzelunterricht in den Vereinsräumlichkeiten durchzuführen, weil einzelne Behörden dies mit Hinblick auf die Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Vereinsheime …. sind weiterhin geschlossen zu halten) nicht genehmigen. Dies widerspricht der Aussage in der gleichen Verordnung, dass Einzelunterricht zulässig sei.

„…nach § 16 Abs. 2 der 4. BayIfSMV darf an Musikschulen nur Einzelunterricht gegeben werden, wobei ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden muss. Diese Regelungen gelten entsprechend für Musikunterricht außerhalb von Schulen (§ 16 Abs. 2 S. 3 der BayIfSMV).“ 

Damit ist eigentlich klar, dass jeder Einzelmusikunterricht gleichbehandelt werden muss - sei es über öffentliche oder private Musikschulen oder über einen Musikverein. Der Einzelunterricht ist damit zulässig, egal in welchen Räumen er durchgeführt wird - sei es in Musikschulräumen, Schulräumen, Pfarrheimen oder Vereinsheimen. Die Durchführung von Einzelmusikunterricht in derartigen Räumlichkeiten ist nicht gleichzusetzen mit der Öffnung eines Vereinsheimes.

Wir bitten Musikvereine, denen bisher ein Unterricht in den Vereinsräumlichkeiten bzw. bisherigen Unterrichtsräumen verweigert wird, mit der v.g. Begründung noch einmal auf die Behörden zuzugehen. In den meisten bayerischen Landkreisen ist der Einzelunterricht auch für Musikvereine bereits zugelassen. Wir wollen hoffen, dass mit der Klarstellung dies auch noch baldmöglichst in den übrigen Landkreisen möglich sein sollte. 

Sollte es vor Ort dennoch zu weiteren Problemen hinsichtlich der Durchführung von Einzelunterricht (Räumlichkeiten) geben, können Sie uns gerne in der Geschäftsstelle kontaktieren. Wir werden versuchen, zu helfen.

Beachten Sie aber weiterhin, dass für die Öffnung von Räumlichkeiten ein Schutz- und Hygieneschutzkonzept vorliegen sollte. Einen entsprechenden Entwurf hatten wir mit den letzten Handlungsempfehlungen verschickt (siehe auch www.nbmb-online.de -> Infos zur Corona-Krise).  

Aktualisierung: Bitte folgen Sie dem Hygienekonzeptvorschlag des Bayerischen Blasmusikverbands vom 05.06.2020.

Registerproben / Gruppenunterricht / Gesamtproben 

Hier gibt es keine neuen Regelungen bzw. Lockerungen. Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat in
der Pressekonferenz vom 14.05.2020 eine Lockerung nach den Pfingstferien in Aussicht gestellt. Auch
wenn wir uns vielleicht alle eine schnellere Lockerung gewünscht hätten, müssen wir diese Aussage
akzeptieren. 

Unterstützung für Solo-Künstler

Wir sind auch nicht glücklich darüber, dass die Unterstützung für Solo-Künstler (3 x bis zu 1.000 €) bis dato noch nicht umgesetzt wurde, zumal die Initiative von unserem Präsidenten MdL Manfred Ländner maßgeblich ausging. In der letzten Pressekonferenz vom 14.05.2020 wurde verkündet, dass der Kreis der Begünstigten noch einmal erweitert wird und die Antragsstellung kurzfristig über die Regierungen möglich ist. Dies war u.a. eine Forderung, die wir wiederholt in den letzten Tagen an das zuständige Staatsministerium bzw. die Staatsregierung gestellt hatten.

Unterstützung für Vereine 

Die Bayerische Staatsregierung wird Musikvereine mit einem Betrag bis zu 1.000 € für Corona bedingte Ausfälle unterstützen. Nach unseren Informationen soll ein einfaches Antragsverfahren kurzfristig umgesetzt werden. Wir sind froh, dass die Staatsregierung hier unserer Forderung nach Unterstützung der Vereine nachgekommen ist. Die Förderung von 1.000 € ist für viele Vereine natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, allerdings beträgt das Fördervolumen alleine für unsere Mitgliedsvereine bis zu 900.000 €. Im Namen aller Musikvereine sagen wir dafür schon ein Herzliches Dankschön an die Bayerische Staatsregierung. 
 

Selbstverständlich waren wir als Verband in den letzten Wochen nicht untätig und haben unsere Positionen und Forderungen immer wieder gegenüber den politisch Verantwortlichen geäußert (nachzulesen unter www.nbmb-online.de -> Infos zur Corona-Krise). Für uns Blasmusiker ist es schwer verständlich, dass die Blasmusik noch nicht vollumfänglich systemrelevant ist, allerdings trifft es ausnahmslos alle Kulturschaffenden in Bayern. Wir müssen akzeptieren, dass die Blasmusik bzw. die gesamten Laienmusik in der jetzigen Situation keine Sonderstellung einnehmen kann. Trotzdem werden wir als Verband weiterhin am Puls der Zeit sein und uns vehement für die Belange der Blasmusik einsetzen. 

Gerne stehen wir in der Geschäftsstelle und unsere Kommission Vereinsunterstützung (corona@nbmb-online.de) weiterhin für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir dabei keine Entscheidungen und Aussagen treffen können, die über die aktuellen Lockerungsmaßnahmen hinausgehen. Bitte haben Sie weiter Geduld – auch wenn es uns allen wirklich sehr schwerfällt und wir gerne gemeinsam musizieren möchten.

Bitte beachten Sie auch: Wir haben alle Informationen und Handlungsempfehlungen zur aktuellen Corona-Krise auf unseren Internetseiten unter www.nbmb-online.de/infos-zur-corona-krise/ zusammengefasst.

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz, Verbandsgeschäftsführer 

14.05.2020: Offener Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Nach dem Corona-Lockdown kommen die ersten Lockerungen. "Der Sport ist wieder mal dabei, die Kultur nicht!", das sind vielfach die Reaktionen unserer Mitglieder.

Diese Äußerungen nehmen wir sehr ernst und haben uns deshalb dazu entschlossen, uns gemeinsam mit dem Bayerischer Blasmusikverband e.V., dem Allgäu-Schwäbischer Musikbund e.V. und dem Musikbund von Ober- und Niederbayern e.V. in einem offenen Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder zu wenden.

Klicken Sie hier, um den offenen Brief auf den Seiten des Bayerischen Blasmusikverbandes zu lesen.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Veröffentlichung offener Briefe natürlich nicht die einzige Aktivität unseres Verbandes im Zusammenhang mit der Corona-Krise ist! Wir sind seit Anbeginn der Krise in Gesprächen mit Verantwortlichen auf den verschiedensten politischen Ebenen und versuchen, die Interessen unserer Mitglieder bestmöglich zu vertreten!

12.05.2020: Eine Stellungnahme zum Probe- und Spielbetrieb in unseren Musikkapellen

Die mit Abstand häufigste Frage, die uns in diesen Tagen erreicht, ist, wann der Probe- und Spielbetrieb in unseren Musikkapellen wieder aufgenommen werden darf. Nach der Veröffentlichung der Uni Freiburg zu den freigesetzten Aerosolen bei Blasmusikinstrumenten (siehe BiB-Ausgabe 5/2020) und den damit verbundenen Sorgen haben nun erste wissenschaftliche Ausarbeitungen bestätigt, dass wir Blasmusiker keine „potentiellen Gefährder“ sind. In der Wahrnehmung der medialen Berichterstattung zu den Ergebnissen der Bamberger Philharmoniker, Universität der Bundeswehr in München und der Charité in Berlin entsteht beim „schnellen Drüberlesen“ jedoch der Eindruck, dass ein Probebetrieb in den Musikkapelle mit etwas Abstand ohne Probleme schnell wieder möglich sein sollte.

Liest man genauer, ergibt sich aber schnell ein differenzierteres Bild. Bezüglich den geforderten Abständen herrscht noch keine einheitliche Meinung. Mindestens 1,5, besser 2 Meter Abstand sollte zum nächsten Musiker gehalten werden. Zum Dirigenten sollten es sogar mindestens 3 Meter sein. Plexiglas-Stellwände werden als sinnvoll angesehen. Kondenswasser muss zwingend in Tücher oder Gefäße aufgefangen werden, die entsorgt oder desinfiziert werden müssen. Anforderungen, die VIELLEICHT ein Spielen im Profibereich in kleinen Ensembles mit entsprechend großen Proberäumen möglich machen könnten, sind in den allermeisten Vereins-Probelokalen nicht umsetzbar. Auch wenn immer mehr Musikvereine über tolle und geräumige Proberäume verfügen, wird vielfach aber eben auch noch in engen schlecht durchlüfteten Dach- oder Kellerräumen geprobt. Deshalb bedarf es genauerer wissenschaftlicher Erkenntnisse, inwieweit ein Spielbetrieb in einem „durchschnittlichen“ Proberaum unserer Mitgliedskapellen gewährleistet werden kann, ohne dass sich daraus ein erhöhtes Gefährdungspotential für Dirigent/in und Musiker/innen ergeben. Daran arbeiten wir in Kooperation mit dem Bayerischen Musikrat mit Nachdruck. Ein extra dafür gebildetes Expertengremium führt derzeit Versuchsreihen und Simulationen durch, um gesicherte Erkenntnisse zu erhalten. Solange diese nicht vorliegen, wird sich kein Entscheidungsträger dazu hinreißen lassen, die Proberäume unserer Musikverein pauschal für den Probebetrieb freigeben. Für uns hat es deshalb oberste Priorität, eine Faktenlage zu schaffen, die zumindest in absehbarer Zeit eine Wiederaufnahme eines Indoor-Spielbetriebs (zunächst wahrscheinlich in kleinen Gruppen) ermöglicht. Übrigens: Auch die professionellen Orchester gehen trotz der oben zitierten Studien noch nicht in einen Probe- und Spielbetrieb über, da die örtlichen Gegebenheiten viel zu unterschiedlich sind, als dass sich aus den genannten „ersten Erkenntnissen“ pauschale Handlungsempfehlungen zum jetzigen Zeitpunkt ableiten lassen.

Anders verhält es sich unter freiem Himmel. Einzelne Landratsämter haben bereits erste Freiluftkonzerte unter der Wahrung von Mindestabständen und einer vorgegeben Höchstzahl an Musiker/innen genehmigt. Hier bedarf es einer schnellen einheitlichen Klärung und Regelung, was unter freiem Himmel unter welchen Bedingungen wieder erlaubt ist. Wir können den vielfach geäußerten Unmut nachvollziehen und verstehen. Seit heute ist grundsätzlich im sportlichen Bereich wieder ein Training unter freiem Himmel möglich. Da erscheint es zunächst unverständlich, dass ein Musizieren im Freien grundsätzlich noch verboten ist. Auch hier empfiehlt sich jedoch ein Blick in die Details. Die Hygieneschutzbedingungen im Sportbereich sind so streng, das längst nicht alle Sportarten bereits wieder ausgeübt werden können. Bereits jetzt steht fest, dass bis mindestens 31. August 2020 im Amateurbereich bspw. kein Fußballspiel stattfinden wird, auch wenn ein Training unter hohen Auflagen wieder erlaubt ist.

Trotz aller Unzufriedenheit, dass gemeinschaftliches Musizieren noch nicht möglich ist, halten wir nichts von vorschnellen Empfehlungen. Wir wollen fachlich fundierte Erkenntnisse liefern, so dass die politischen Entscheidungsträger vernünftige Rahmenbedingungen schaffen, die ein zeitnahes Spielen wieder möglich machen. Diesem Thema widmen wir derzeit unsere gesamte Energie und dafür bitten wir Sie noch um etwas Geduld und Ihr Verständnis! Höchste Priorität hat nämlich auch für uns die Gesundheit unserer Dirigenten/innen und Musiker/innen. Nichts wäre unverzeihlicher und fataler, als dass aus dem Probebetrieb eines Musikvereins ein nachweislicher Infektionsherd entsteht. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

Sobald Sie allgemeingültige Lockerungen bzw. Regelungen zum Spiel- und Probebetrieb ergeben, informieren wir Sie umgehend! Zum 18. Mai 2020 ist zudem von den zuständigen Ministerien eine weitere Ausarbeitung zu Maßnahmen und Regelungen im Kulturbereich geplant. Auch dazu halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

06.05.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (6)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund, 
in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen, 

die Bayerische Staatsregierung hat am Dienstag dieser Woche weitgehende Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen beschlossen. 

Wir haben in beigefügtem PDF-Dokument die wichtigsten Fragen zusammengefasst, die uns aktuell erreicht haben. Grundlage für die Beantwortung dieser Fragen bildet zunächst die Vierte Bayerische Infektions- schutzmaßnahmenverordnung (4. BayIfSMV) vom 05. Mai 2020 (https://www.verkuendung- bayern.de/baymbl/2020-240). Die Verordnung tritt am 11. Mai 2020 in Kraft (Verwandtenbesuche ab 06.05.2020, Krankenbesuche ab 09.05.2020)und hat eine beschränkte Gültigkeit bis zum 17. Mai 2020. Danach wird es eine fortgeschriebene Verordnung geben. 

Hier eine Liste der in den Handlungsempfehlungen angesprochenen Punkte:

  • Wann und unter welchen Auflagen kann der Einzelunterricht am Montag, 11.05.2020 wieder beginnen?
  • Müssen Vereinsheime weiter geschlossen bleiben?
  • Sind Gruppenunterricht, Register- oder gar Gesamtproben zulässig?
  • Können öffentliche Auftritte im Freien gespielt werden? 

Das in den Handlungsempfehlungen angesprochene Hygienekonzept finden Sie direkt als Anhang im gleichen PDF-Dokument.

Aktualisierung: Bitte folgen Sie dem Hygienekonzeptvorschlag des Bayerischen Blasmusikverbands vom 05.06.2020.

Bitte beachten Sie auch: Wir haben alle Informationen und Handlungsempfehlungen zur aktuellen Corona-Krise auf unseren Internetseiten unter www.nbmb-online.de/infos-zur-corona-krise/ zusammengefasst.  

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz
Verbandsgeschäftsführer

04.05.2020: Musikalische Gestaltung von Gottesdiensten

Die Kommission Vereinsunterstützung erhält immer wieder Anfragen zum Thema "Blasmusik im Gottesdienst". Hierzu kann sie nur die staatlichen Vorgaben zitieren.

So heißt es im Beschluss der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 30. April 2020 bei den Regelungen zu den Gottesdiensten wörtlich: "Keine Chöre, Orchester, Blasorchester; Musik nur durch einzelne Musiker oder Kantor."

Das ist ziemlich eindeutig. Es wird nicht zwischen Gottesdiensten in einer Kirche oder im Freien unterschieden. Die einzelnen Bistümer, Landeskirchen und Religionsgemeinschaften haben entsprechende Hygienekonzepte erlassen. In einem Schreiben an die Kirchenmusiker des Bistums Regensburgs heißt es z.B. zusammenfassend: "Chor: Eine musikalische Gestaltung durch Chöre ist grundsätzlich nicht möglich. Bläser/Instrumentalensemble: Nicht eigens erwähnt, aber dennoch ebenfalls nicht möglich."

Das ist der Sachstand, den wir wohl bis auf Weiteres so hinnehmen müssen.

30.04.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (5)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund, 
in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen,
 
sicher sehnen wir uns alle danach, den Musikbetrieb in unseren Vereinen baldmöglichst wieder aufnehmen zu können. Man merkt es überall - die Ungeduld in unserer Bevölkerung nimmt stetig zu. Trotzdem sollte auch in unseren Vereinen an oberster Priorität die Gesundheit unserer Musikerinnen und Musiker, Kinder, Eltern, Ausbilder, Vorstandschaften und Dirigenten stehen. Dafür tragen wir alle die Verantwortung.

Nachfolgend finden Sie ein PDF-Dokument mit unseren aktualisierten Handlungsempfehlungen, die wir aufgrund der jüngsten Entwicklungen zusammengestellt haben.

Hier eine Liste der in den Handlungsempfehlungen angesprochenen Punkte:

  • Sonderförderung für selbständige Künstler, Dirigenten und Ausbilder
  • Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen
  • Musikproben / Registerproben / Gruppenunterricht / Auftritte
  • Musikunterricht
  • Ausnahme beim Musikunterricht für Musiklehrer als Soloselbstständige
  • Wiederaufnahme des Musikunterrichtes und Hygieneschutzkonzept
  • Kommission Vereinsunterstützung 

Bitte beachten Sie auch: Wir haben alle Informationen und Handlungsempfehlungen zur aktuellen Corona-Krise auf unseren Internetseiten unter www.nbmb-online.de/infos-zur-corona-krise/ zusammengefasst.  

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz
Verbandsgeschäftsführer

Die nachfolgende PDF-Datei enthält das in den Handlungsempfehlungen erwähnte Hygienekonzept der Kommission Vereinsunterstützung:

Hinweis: Diese PDF-Datei wurde am 03.05.2020 aktualisiert (Änderungen sind in rot markiert)!

Aktualisierung: Bitte folgen Sie dem Hygienekonzeptvorschlag des Bayerischen Blasmusikverbands vom 05.06.2020.

30.04.2020: "Fragen und Antworten"-Papier der Kommission Vereinsunterstützung

Etliche Anfragen rund um die Corona-Krise sind bei der Kommission Vereinsunterstützung (corona@nbmb-online.de) bisher eingegangen. Wo es möglich war, rechtlich klar oder durch Aussagen von Ämtern hinterlegt, hat die Kommission rasch Auskunft und Empfehlungen (!) gegeben. In komplizierten Dingen ist die Verbandsleitung weiter dran oder die Kommission konnte an andere Stellen verweisen.

In nachfolgendem PDF gibt es einen Überblick mit den wichtigsten Fragen und Antworten.

29.04.2020: Musikproben, Standkonzerte und Flashmobs in Corona-Zeiten

In Veröffentlichungen zum Stand der Corona-Strategie in Bayern wurde vielfach veröffentlicht, dass ab 4. Mai u.a. auch „Versammlungen von bis zu 50 Teilnehmer“ erlaubt seien. Dies betrifft allerdings nicht Musikproben, (Stand)Konzerte und andere Auftritte. Gemeint sind damit Demonstrationen und Kundgebungen im Sinne des Versammlungsgesetzes. Solche „Demonstrationen“ im Freien sind ab 4. Mai unter Auflagen (Mindestabstand) wieder genehmigungsfähig, nicht jedoch musikalische Auftritte.

Immer wieder erreichen uns auch Berichte über Flashmobs und Standkonzerte von Blaskapellen, die den Corona-Sicherheitsabstand berücksichtigen. Und immer wieder fragen Musikvereine nach, ob das denn grundsätzlich erlaubt ist.

Deshalb haben wir bei einer Polizeidienststelle und bei einem Landratsamt (in dem solch ein Standkonzert stattfand) nachgefragt und folgende Auskunft bekommen: Grundsätzlich ist eine Zusammenkunft von mehreren Menschen zu Freizeitaktivitäten nicht gestattet. Deshalb bedürfte es einer Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes für solche musikalischen Aktivitäten, die zumindest das betroffene Landratsamt nicht mehr ausstellen wird.

22.04.2020: Kommission Vereinsunterstützung setzt sich mit aktuellen Anfragen aus Vereinen auseinander

In nachfolgendem offenen Brief setzt sich die Kommission Vereinsunterstützung mit aktuellen Anfragen aus Vereinen zur Corona-Krise auseinander: 

Handlungsempfehlungen

Vorausgehend ist festzustellen, dass der Nordbayerische Musikbund im Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Krise nur Empfehlungen aussprechen kann. Diese sollen dazu dienen, dass die Vereine selbständig eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können. So sind auch die folgenden Aussagen zu verstehen.

Online-Unterricht

Bei allen Problemanzeigen zum Thema Online-Unterricht gibt es auch positive Rückmeldungen. Die Qualität ist stark von einer stabilen Internetverbindung und den Endgeräten (Mikrofon, Lautsprecher) abhängig. Ebenso werden die Instrumentengattung sowie das Alter der Schüler die Effizienz dieser Unterrichtsform beeinträchtigen. Ein vollwertiger Ersatz zum Einzelunterricht von Angesicht zu Angesicht scheint es momentan nicht zu sein. Es ermöglicht aber, mit den Schülern in Kontakt zu bleiben und längere Zeiten, in denen kein Unterricht in der herkömmlichen Form möglich ist, zu überbrücken – für alle Beteiligten.

Online-Unterricht ist auch tatsächlich Unterricht, der entsprechend zu bezahlen bzw. zu vergüten ist. Bei den meisten Vereinen dürfte es in entsprechenden Vereinbarungen mit Schülern/Eltern keinen Passus geben, der Online-Unterricht ausschließt. Mit entsprechenden Vorab-Informationen an Eltern und Schüler werden Vereine das ganze gut regeln können. Letztlich wird das Prinzip der Freiwilligkeit gelten.

Datenschutz ist auch hier ernst zu nehmen. Es sollte auf Apps etc. zurückgegriffen werden, die einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag ermöglichen (z.B. GoToMeeting).

Zu Möglichkeiten der „Kündigung“ von Unterricht haben Vereine in der Regel eigene Statuten, die es zu beachten gilt.

Wiederaufnahme des Einzelunterrichts

Wir raten zur Besonnenheit. Natürlich sehnen sich alle nach der Rückkehr zur Normalität. Andererseits stehen Vereine hier in einer extremen Verantwortung. Wenn irgendwo im Zusammenhang mit dem Unterrichtsbetrieb ein neuer „Corona-Hotspot“ entstünde, müssten sich Vereinsverantwortliche wohl kräftig rechtfertigen. Es muss immer bedacht werden, dass es um die Gesundheit unserer Mitmenschen – im schlimmsten Fall um Leib und Leben – geht.

Die Kommission empfiehlt, die staatlichen Weisungen zu beachten. In öffentlichen Gebäuden wird zudem der Träger des Hauses (z.B. Kommune) mit in die Entscheidung einzubeziehen sein. Ebenso wird es unerlässlich sein, das Landratsamt/Gesundheitsamt mit einzubinden. Es wird auch darauf zu achten sein, welches Alter die Schüler haben und wie sie sich verbindlich an Abstands- und Hygieneregeln halten können.

Die Kommission empfiehlt, sich jetzt besonnen, überlegt und gut auf die Wiederaufnahme des Unterrichts vorzubereiten, um dann – wenn es uns erlaubt ist - gut gerüstet und möglichst sicher starten zu können.

Der Nordbayerische Musikbund wird ein verlässliches Hygienekonzept bzw. eine Hygiene-Checkliste ausarbeiten. Diese kann dann beim Start von den Vereinen genutzt und auch gegenüber den Behörden in Verhandlungen mit eingebracht werden. Über weitere Möglichkeiten der praktischen Unterstützung denkt die Verbandsleitung nach.

Vereins-Finanzen

Vereinen, die hohe Verbindlichkeiten zu bedienen haben, empfehlen wir das Gespräch mit der Kommune. Geht es um eine laufende Finanzierung, ist das Gespräch mit der Bank anzuraten. Diese haben einen breiten Überblick über die momentan möglichen Fördermöglichkeiten und entsprechende Alternativen.

Möglichkeiten der Spendenakquise wurden bereits in den letzten Handlungsempfehlungen des NBMB angesprochen.

Rechtliche Fragen zur Vergütung von Dirigenten und Ausbildern

Die Rahmenbedingungen ergeben sich aus den einschlägigen rechtlichen Vorgaben zu Ehrenamtspauschale, Übungsleiterpauschale, Mini-Job etc. Besondere Vorsicht ist geboten hinsichtlich Sozialversicherungspflicht bei Überschreitung dieser Pauschalen. Auf Bayern-Ebene ist ein Rechtsanwalt beauftragt, diese Dinge verbindlich und rechtssicher darzustellen.

Aktiv bleiben

Vereine sollen aktive „Lebenszeichen“ senden, auch über lokale Medien. Hier bieten sich gerade Ausblicke für das neue „Schuljahr“ (z.B. Start der neuen Bläserklasse) an. Seid kreativ!

Auch ein klassischer Brief an die Mitglieder wird seine Wirkung nicht verfehlen.

Vorsicht bei Aktionen

Vorsicht auch bei gut gemeinten und an sich tollen Aktionen: Ein Standkonzert (mit Möglichkeit des Abstands zwischen den Musikern) vor einem Seniorenheim widerspricht nach Aussage des betreffenden Landratsamtes gegen die momentan gültigen Ausgangsbeschränkungen.

Abschließende Gedanken

In nahezu allen Lebensbereichen sind wir momentan Verunsicherungen, Einschränkungen und Neuerungen unterworfen. Für alle ist diese Zeit eine Herausforderung. Vielleicht ist auch das, was uns heute so sehr beschäftigt, morgen schon wieder nicht mehr von Belang.

Wir wünschen allen Zuversicht, Kraft und Kreativität, einen langen Atem und „G´sund bleim!“ Zum Abschluss noch ein Zitat:

„Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht,
bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht.“
Karl-Heinz Söhler

Für die Kommission
Wackersdorf, 22. April 2020
Peter Gaschler

20.04.2020: Bayern zahlt Künstlern Hilfen von 1.000 € pro Monat!

Eine erfreuliche Nachricht für alle selbständigen Künstler (Dirigenten und Instrumentallehrer) in Bayern, die bei der Künstlersozialkasse gemeldet sind: Bayern zahlt Künstlern Hilfen von 1.000 € pro Monat!

Eine Initiative von Manfred Ländner, Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, unterstützt von seinen Kollegen Thomas Goppel (Bayerischer Musikrat), Marcel Huber (MON), Franz Josef Pschierer (ASM), Peter Winter (BBMV) und Berthold Rüth (MVU) war erfolgreich: "Auch die Kultur soll unterstützt werden. Unternehmen und Einrichtungen erhalten bereits Hilfen, aber Künstler profitieren davon nicht. Sie erhalten deshalb für die nächsten drei Monate 1000 Euro pro Monat. Wir orientieren uns damit am Konzept von Baden-Württemberg", erklärte Ministerpräsident Dr. Markus Söder am 20.04.2020 in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie. 

Sobald weitere Informationen zur Antragsstellung usw. vorliegen, werden wir wieder informieren. Danke an MdL Manfred Ländner für die Initiative und natürlich der Bayerischen Staatsregierung, die das Anliegen so kurzfristig aufgenommen hat. 

Die Informationen zur zweiten Regierungserklärung werden demnächst auf https://www.bayern.de/service/coronavirus-in-bayern-informationen-auf-einen-blick/ zu finden sein.

16.04.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (4)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund,

aufgrund der neuen Regelungen in Bezug auf die Corona-Krise, die gestern von der bayerischen Regierung beschlossen wurden, veröffentlichen NBMB und die Bläserjugend neue Handlungsempfehlungen. Diese finden Sie in beigefügtem PDF-Dokument.

Hier eine Liste der in den Handlungsempfehlungen angesprochenen Punkte:

  • Wiederhochfahren nach der Sommerpause
  • Kontakt zu den Musikerinnen und Musikern, Eltern und passiven Mitgliedern
  • Aufnahme des Instrumentalunterrichtes im aktuellen Schuljahr
  • Ausblick Instrumentalunterricht in den nächsten Jahren
  • Datenschutz/Vereinbarungen Onlineunterricht
  • Verlegung von Veranstaltungen in den Herbst bzw. das Jahr 2021
  • Probleme im Verein wegen der Corona-Krise? 
  • Vergütung von Dirigenten und Musiklehrern / Staatliche Hilfen für Künstler
  • Pauschale Zahlungen an Dirigenten und Ausbilder
  • Ausnahme Pauschalzahlungen im Rahmen der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale
  • Initiative der Bayerischen Blasmusikverbände zur Unterstützung der freiberuflichen Künstler

Bitte beachten Sie auch: Wir haben alle Informationen und Handlungsempfehlungen zur aktuellen Corona-Krise auf unseren Internetseiten unter www.nbmb-online.de/infos-zur-corona-krise/ zusammengefasst.  

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz
Verbandsgeschäftsführer

Achtung: Das PDF mit den Handlungsempfehlungen wurde am 17.04.2020 aktualisiert.

05.04.2020: GEMA: [...] Auswirkungen der Corona-Krise

[…]

Außerdem hat die Corona-Krise auch Auswirkungen auf die Meldung an die GEMA, da sehr viele Veranstaltungen abgesagt wurden. Veranstaltungen, die gemeldet wurden, aber dann abgesagt werden mussten, müssen bei der GEMA unbedingt wieder storniert werden. Denn sonst werden GEMA-Gebühren fällig für Veranstaltungen, die gar nicht stattfinden konnten.

Wir bitten daher unsere Mitgliedsvereine darum, die GEMA-Meldungen zeitnah und ganz sorgfältig zu überprüfen, damit keine Nachteile entstehen! Vielen Dank.

Diese Informationen wurden in der April-Ausgabe der Blasmusik in Bayern sehr verständlich zusammengefasst. Wenn Sie sich also etwas tiefer in das Thema einlesen möchten, finden Sie hier weitere Informationen. 

02.04.2020: Aktuelle Entwicklungen zum Vereinsrecht im Zusammenhang mit CORONA

Von Rechtsanwalt Richard Didyk aus München wurden uns eine Zusammenstellung der aktuellen Entwicklung zum Vereinsrecht mit Stand vom 27.03.2020 zur Verfügung gestellt (siehe beigefügtes PDF-Dokument). Die Zusammenstellung enthält auch nützliche Hinweise für die Praxis. 

27.03.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (3)

Liebe Verantwortliche im Nordbayerischen Musikbund,

in der Nordbayerischen Bläserjugend und in unseren Mitgliedsvereinen, in den letzten Tagen und Wochen haben sich die Ereignisse rund um die Corona-Pandemie überschlagen. Besonders für Musikvereine ist diese Situation sehr außergewöhnlich und es treten ganz neue Fragen im Vereinsalltag auf:

  • Wie steht es um den Datenschutz beim Online-Unterricht?
  • Hat der Verein einen Anspruch auf Schadensersatz bei der Absage von Veranstaltungen? Oder müssen sogar hohe Stornierungskosten gezahlt werden?
  • Welche finanziellen Hilfen können Dirigenten und Musiklehrkräfte erhalten?
  • Wie kann eine Jahreshauptversammlung in dieser Zeit stattfinden?
  • Wie kann der Probenbetrieb nach den Ausgangsbeschränkungen wieder bestmöglich anlaufen?

Diese Fragen beantworten wir Ihnen aus Sicht des NBMB und der Bläserjugend in den Handlungsempfehlungen, die Sie angehängt an diese Mail finden.

Halten Sie weiter durch, verlieren Sie nicht die Nerven und bleiben Sie vor allem gesund.

Ihre NBMB- und Bläserjugend-Geschäftsstelle 
Andreas Kleinhenz
Verbandsgeschäftsführer

26.03.2020: Bund ermöglicht virtuelle Mitgliederversammlungen für Vereine

Gute Nachrichten für Vereine, die ihre jährliche Mitgliederversammlung vor dem Start der Corona-Pandemie noch nicht abgehalten hatten: Der Bundestag hat gestern im Eilverfahren eine Ausnahmeregelung verabschiedet, mit der Vereine auch dann Beschlüsse fassen können, wenn in ihrer Satzung keine Möglichkeiten für Videokonferenzen oder andere „virtuelle Sitzungen“ vorgesehen sind. Bereits am Freitag, 27. März, wird das Gesetz auch dem Bundesrat vorgelegt, so dass spätestens nächste Woche mit einem Inkrafttreten des Gesetzes zu rechnen ist. Nach Inkrafttreten können auch ohne langwierige Satzungsänderungen Mitgliederversammlungen, Entlastungen und Wahlen durchgeführt werden. Auch Abstimmungen per E-Mail und Fax werden ermöglicht.

Niedergeschrieben ist die Ausnahmeregelung im „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“, konkret im Artikel 2: „Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie“.

Der genaue Wortlaut der Ausnahmeregelung:

[…]

§ 5 Vereine und Stiftungen

(1) Ein Vorstandsmitglied eines Vereins oder einer Stiftung bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt.

(2) Abweichend von § 32 Absatz 1 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann der Vorstand auch ohne Ermächtigung in der Satzung Vereinsmitgliedern ermöglichen,

    • an der Mitgliederversammlung ohne Anwesenheit am Versammlungsort teilzunehmen und Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation auszuüben oder
       
    • ohne Teilnahme an der Mitgliederversammlung ihre Stimmen vor der Durchführung der Mitgliederversammlung schriftlich abzugeben.

(3) Abweichend von § 32 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist ein Beschluss ohne Versammlung der Mitglieder gültig, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zu dem vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimmen in Textform abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst wurde.

Folgendes PDF-Dokument mit dem genauen Wortlaut wurde vom Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. zur Verfügung gestellt: https://bundesmusikverband.de/wp-content/uploads/2020/03/Information-zur-Durchf%C3%BChrung-von-Mitgliederversammlungen.pdf

22.03.2020: Empfehlungen / Tipps für Blasmusik im veränderten Alltag

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus ändert sich unser gewohnter Alltag grundlegend. Dennoch können wir uns einen Alltag ohne Blasmusik nicht vorstellen. Daher geben wir Ihnen gerne einige Tipps, wie die Blasmusik auf anderen Wegen trotzdem ein Teil ihres Lebens bleiben kann.

  • Da Vereinsheime geschlossen bleiben müssen, ist dies auch eine Herausforderung für die musikalische Ausbildung. Wir empfehlen, jedem Verein über Musikunterricht per Skype, WhatsApp Video usw. nachzudenken. Mit dieser Möglichkeit können neue Wege gegangen werden und etwas Normalität für die Musikerinnen und Musiker erhalten bleiben. Dazu finden Sie eine offizielle Empfehlung des NBMB und der Bläserjugend auf unserer Homepage. 
     
  • Wir haben außerdem einige Online-Materialien zu Musiktheorie zusammengestellt. Neben dem praktischen Üben kann so anhand von verschiedenen Aufgaben und Arbeitsblättern das musiktheoretische Wissen mal wieder aufgefrischt werden. 
     
  • Weiterhin läuft seit einigen Tagen auf den Instagram-Kanälen des NBMB und der Bläserjugend die Aktion #blasmusikgehtimmer. Hier geben wir den Musikerinnen und Musiker immer wieder Tipps, wie sie die Blasmusik auch ohne Proben oder persönlichen Musikunterricht nicht vernachlässigen müssen.

Denn wir sind der Meinung, dass gerade in diesen aufreibenden Zeiten, die Blasmusik als Konstante im Leben der Musikerinnen und Musiker weiterhin einen möglichst hohen Stellenwert haben sollte. Geben Sie daher diese Tipps gerne an Ihre Musikerinnen und Musiker weiter. Vielen Dank. 

16.03.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus (2)

Der heutige Ausruf des Katastrophenfalles durch die Bayerische Staatsregierung hat noch weit gravierendere Auswirkungen auf alle Bereiche unserer Gesellschaft und damit natürlich auch auf unsere Arbeit in den Musikvereinen. Alle Vereinsheime sind geschlossen zu halten, alle Vereinsaktivitäten sind untersagt.

Im Namen unseres Präsidenten Manfred Ländner möchten wir uns zunächst ausdrücklich für die vielen positiven Rückmeldungen bedanken, die wir im Hinblick auf unsere Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Coronakrise erhalten haben. Dies zeigt den großartigen Zusammenhalt in unserer Blasmusikszene. Selbstverständlich sind wir auch in diesen schwierigen Zeiten Ihr Ansprechpartner.

Mit dieser Mail möchten wir Ihnen weitere Handlungsempfehlungen geben, um mit dieser unbekannten Situation als Musikverein bestmöglich umgehen zu können. In der angehängten PDF-Datei gehen wir auf folgende Punkte besonders ein:

  • neue digitale Möglichkeiten des Instrumentalunterrichts (Einzel- und Gruppenunterricht)
  • digitale Durchführung von Sitzungen und Besprechungen
  • Planung neuer Angebote im Jahresverlauf
  • Möglichkeiten der technischen Umsetzung dieser Empfehlungen
  • Information zum Vergütungsanspruch von Musiklehrern und Dirigenten

Wir können unsere Vereine nur ermutigen und auffordern, die Zeit sinnvoll für die Vereinsarbeit zu nutzen - und neue Wege zu gehen. Jeder Verein sollte dabei die Rahmenbedingungen und auch die technischen Voraussetzungen schaffen - hier sind die Verantwortlichen in erster Linie gefragt.

Halten Sie durch, verlieren Sie nicht die Nerven und bleiben Sie gesund.

13.03.2020: Handlungsempfehlung für Musikvereine bzgl. Corona-Virus

Mit unserer gestrigen Meldung haben wir alle Maßnahmen des Nordbayerischen Musikbundes und der Nordbayerische Bläserjugend zunächst bis zum 19.04.2020 abgesagt. Möglicherweise wird diese Frist – je nach Lage der Dinge – auch noch einmal verlängert. Teilweise entfallen die Maßnahmen ersatzlos, in einigen Fällen werden derzeit Alternativtermine überprüft und bereits geplant. Alle Teilnehmer erhalten über die jeweiligen Lehrgangsleitungen direkt Auskunft. Bitte sehen Sie von diesbezüglichen Rückfragen in der Geschäftsstelle ab, die Leitungen werden dringend für Beratungen von Vereinen und Verbandsverantwortlichen benötigt.

Aus Verantwortung gegenüber der vielen Musikerinnen und Musikern in den Vereinen vor Ort, empfehlen wir unseren Mitgliedsvereinen, auch den Proben- und Ausbildungsbetrieb zunächst bis zum 19.04.2020 (Ende der Osterferien) einzustellen.

Wir sind glücklich über die klare Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung, das öffentliche Leben einzuschränken, um einer Ausbreitung des Coronavirus entgegenzutreten. Wir wissen aus vielen Telefonaten, dass dies in den Vereinen unterschiedlich gesehen wird. Als Verantwortliche in unseren Musikvereinen tragen wir die Verantwortung für jeden unserer Musikerinnen und Musiker. Und diese Verantwortung ist jetzt und heute gefragt!

Wir möchten noch die Aussage unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Corona-Epidemie zitieren: „Jeder Einzelne muss sich jetzt fragen: Was kann ich tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen? Was kann ich tun, um Alte und Kranke zu schützen. Unsere Selbstbeschränkung heute wird morgen Leben retten“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Sie können sich gerne bei weiteren Fragen an unsere Geschäftsstelle wenden. Wenn möglich, bitte per Email - ggf. rufen wir dann auch in dringenden Fällen zurück.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.
Andreas Kleinhenz

12.03.2020: Alle Fortbildungen und Versammlungen bis zum 19.04.2020 sind abgesagt!

Die Geschäftsführer der Mitgliedsverbände im BBMV haben sich heute darauf verständigt, alle Fortbildungen und Versammlungen bis zum 19.04.2020 abzusagen. Damit folgen die Verbände dem öffentlichen bzw. amtlichen Prozedere. 

Diese Vorgehensweise wurde mit den Präsidenten der einzelnen Verbände abgestimmt.

Die Absage betrifft im NBMB alle Orchesterwochen, D-Kurse, Versammlungen, die Nordbayerische Bläserakademie, den Landesentscheid zum Kammermusikwettbewerb und alle sonstigen Fortbildungsmaßnahmen. Sitzungen können jedoch weiterhin durchgeführt werden. Wir bitten für diese Maßnahmen um Verständnis!

Der Nordbayerische Musikbund empfiehlt darüber hinaus, bis zum 19.04.2020 auf die Durchführung von Konzerten und sonstigen Veranstaltungen zu verzichten.

Falls Sie sich dennoch entschließen sollten, ein Konzert durchzuführen, so informieren Sie sich bitte unbedingt auf den Seiten des Robert Koch-Instituts und des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Lesen Sie außerdem unbedingt die Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen, die vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht wurden und die als Kriterien für eine Risikobewertung dienen.

Weiterhin empfehlen wir Ihnen, sich beim zuständigen Landratsamt / Gesundheitsamt zu informieren, welche Auflagen von Behördenseite vorliegen. Dies ist von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich.

Auch wenn die Absagen für viele Vereine sehr schmerzlich sind und die Vereinskassen finanziell stark belasten, müssen wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronaviruses zu verlangsamen oder gar einzudämmen. Dabei hat die Gesundheit höchste Priorität, finanzielle Nachteile und diesbezügliche Diskussionen sind in der jetzigen Situation sicherlich nebensächlich und unpassend.

Beachten Sie auch folgende Regelungen, die vom bayerischen Ministerrat beschlossen wurden (seit 11.03.2020 aktuell):

  • Das Gesundheitsministerium wurde beauftragt, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern zunächst bis zum Ende der Osterferien (einschließlich 19.04.2020) zu untersagen.
  • Bei Veranstaltungen zwischen 500 und 1.000 Teilnehmern werden die Kreisverwaltungsverwaltungsbehörden eine genaue Risikobewertung vornehmen, im Zweifel wird Zurückhaltung empfohlen. Das Gesundheitsministerium wird ab morgen dazu eine Hotline für Bürgermeister und Gemeinden einrichten.
  • Bei Veranstaltungen unter 500 Personen soll es weiterhin die Entscheidung jedes Einzelnen sein, ob diese durchgeführt oder besucht werden.
  • Staatliche Theater, Konzertsäle und Opernhäuser werden ab dem 11.03.2020 komplett bis zum Ende der Osterferien schließen. 

Aufgrund der raschen Entwicklung bitten wir Sie, sich immer wieder an geeigneter Stelle über Neuerungen zu informieren.

Die Geschäftsstelle des NBMB und der Bläserjugend steht Ihnen natürlich bei Fragen gerne zur Verfügung.