Infos und Antragsformular zum Hilfsprogramm Laienmusik Bayern

AKTUALISIERT!!! - Das Hilfsprogramm Laienmusik Bayern der Bayerischen Staatsregierung mit einem Fördervolumen von insgesamt 10 Millionen Euro ist vor ein paar Tagen angelaufen. Hier finden Sie nun das Antragsformular sowie eine Übersicht über alle wesentlichen Eckpunkte des Förderprogramms.

AKTUALISIERUNG AM 16.10.2020: Für den 19.10.2020 wurde eine weitere Online-Sprechstunde angesetzt. Weitere Informationen siehe unten unter "Hilfestellungen bei den Anträgen / Onlinesprechstunden".

Das Hilfsprogramm Laienmusik Bayern der Bayerischen Staatsregierung mit einem Fördervolumen von insgesamt 10 Millionen Euro ist vor ein paar Tagen angelaufen. Gefördert werden nach Auskunft des Wissenschaftsministeriums musikalische Aktivitäten der Vereine wie Konzerte, GEMA-Kosten, besondere Maßnahmen aufgrund von Hygiene- und Schutzkonzepten und Kosten für Ensembleleiter, die aufgrund der Corona-Pandemie von den Vereinen nicht (vollständig) getragen werden können. Die Förderung bemisst sich am Förderbedarf und beläuft sich auf bis zu 1.000 Euro pro Verein bzw. Hauptorchester (zuzüglich bis zu 500 Euro pro weiteres Ensemble/Orchester).

Wir haben nachfolgend alle wesentlichen Eckpunkte des Förderprogramms zusammengestellt:

Antragsverfahren / Antragsfrist

In Abstimmung mit dem Bayerischen Musikrat wurde ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickelt, das eine Förderung bis zu einem Betrag von 1.000 Euro pro Verein und bis zu 500 Euro pro weiteres Ensemble zusätzlich ermöglicht. Das entsprechende Antragsformular steht mit weiteren Informationen im Anhang zur Verfügung. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag ist per Post, per Fax oder eingescannt als PDF-Datei per Email an unserer Geschäftsstelle zu schicken. Bitte beachten: Gegen Scans, die mithilfe einer Kamera angefertigt werden, ist im Prinzip nichts einzuwenden. Die Qualität des Scans muss aber dem eines Hardware-Scanners entsprechen und der Scan muss im PDF-Format übermittelt werden. 

Die Anträge können bis zum 31. Oktober 2020 direkt über die Geschäftsstelle des Nordbayerischen Musikbundes gestellt werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind alle gemeinnützigen Mitgliedsvereine im Nordbayerischen Musikbund. Musikvereine, Musikschulen und Ensembles/Orchester, die unter der Trägerschaft der Kommune oder einer kirchlichen Einrichtung stehen, sind allerdings nicht antragsberechtigt. Darunter fallen auch Orchester (u.a. auch Bläserklassen), die über die Trägerschaft einer Musikschule oder einer allgemeinbildenden Schule organisiert sind.

Förderfähige Ensembles / Orchester

Die Höhe der maximalen Förderung hängt mit der Anzahl der Ensembles / Orchester / Kapellen im Verein zusammen. Die Grundförderung pro Verein beträgt bis zu 1.000 € und beinhaltet das Hauptensemble des Vereins. Weitere Orchester, Kapellen bzw. Ensembles werden mit einem zusätzlichen Betrag von jeweils bis zu 500 € gefördert. Gefördert werden dabei nur feststehende (größere) Ensembles, die regelmäßig proben und die von einem Dirigenten geleitet werden. Für reine Ausbildungsgruppen, musikalische Früherziehungsgruppen, kleinere musikalische Gruppierungen usw. kann kein zusätzlicher Betrag beantragt werden.

Nachweis der förderfähigen Ensembles / Orchester

Für den Nachweis bzw. die Prüfung der Anträge für das Hilfsprogramm Laienmusik hinsichtlich der Anzahl der Ensembles ist es erforderlich, die Musikerinnen und Musiker in unserer Onlinesoftware (Mitgliederverwaltung / Vereinsverwaltung) den Vereinsorchestern zuzuordnen.

Unsere bisherige Mitgliederverwaltung wurde deshalb auf die ebenfalls kostenlose „Vereinsverwaltung light“ umgestellt. Der Zugang zur Software einschließlich Benutzer und Kennwort wurde dabei nicht verändert. Wie bei der kostenpflichten Version der Vereinsverwaltung können dort Vereinsorchester angelegt werden, denen Musikerinnen und Musiker des Vereins (über den Menüpunkt „Mitglieder verwalten) zugeordnet werden können. Das Anlegen der Ensembles und die Zuordnung der Musikerinnen und Musiker ist relativ einfach und im Anhang dieses Schreibens erklärt. Ein Handbuch für die Vereinsverwaltung light (und natürlich auch die bisherige Vereinsverwaltung) ist nach dem Einloggen direkt über den Menüpunkt "Handbuch" (neben dem "Abmelden"-Knopf) als PDF-Datei verfügbar.

Das Prozedere zur Zuordnung der Musikerinnen und Musiker werden wir für beide Versionen der Vereinsverwaltung im Rahmen unserer Online-Sprechstunden (siehe Seite 3) am 14. und 16.07.2020 jeweils kurz vorstellen.

Welche Kosten sind förderfähig?

Förderfähig sind dabei Kosten für musikalische Aktivitäten, die ab dem 15. März 2020, also dem Beginn des Lockdowns entstanden sind (und die nicht bereits durch andere Förderprogramme des Freistaats unterstützt wurden). Zu diesen musikalischen Aktivitäten zählen beispielsweise Konzerte (einschließlich der GEMA-Kosten, bei den Musikvereinen wären das die anteiligen GEMA-Gebühren, die an den Verband entrichtet wurden), Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses, Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen, musikalische Aushilfen, Noten- und Instrumentenbeschaffungen. Einnahmen, die seit 15. März für musikalische Aktivitäten erzielt wurden, reduzieren natürlich den Zuschussbedarf.

Bei der Ermittlung der förderfähigen Kosten für staatlich anerkannte Dirigenten ist ein Betrag von 880 € in Abzug zu bringen, für nicht staatlich anerkannte Dirigenten ein Betrag von 440 €.

Nicht förderfähig sind Kosten, die vor dem 15. März entstanden sind, sowie laufende Vereinsverwaltungsausgaben wie Mieten für Probenräume, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge und Ähnliches mehr.

Ein Muster für die vereinsinterne Ermittlung der förderfähigen Kosten haben wir dem Schreiben beigelegt. Eine Vorlage dieser Aufstellung ist weder bei der Antragsstellung noch der Verwendungsbestätigung erforderlich. Es wird aber im Hinblick auf mögliche spätere Prüfungen empfohlen, die Aufstellung zu erstellen und z.B. im Kassenbuch zu hinterlegen, um damit die Kostenansätze nachzuvollziehen und gleichzeitig einen entsprechenden Kostennachweis vorlegen zu können.

Doppelförderung

Soweit Fördermittel aus anderen staatlichen Förderprogrammen beantragt oder bereits gewährt wurden, dürfen diese Kosten bei der Berechnung des Förderbedarfs nicht mit einbezogen werden. Dies gilt auch für Ausgaben, für die im Laufe des Jahres noch staatliche Förderprogramme beantragt werden.

Eigenbeteiligung des Vereins

Jeder Verein muss nach dem Zuwendungsrecht eine Eigenbeteiligung von mindestens 10 Prozent der Kosten erbringen. Um eine Förderung von 1.000 € zu bekommen, muss demnach der Verein mindestens förderfähige Kosten von 1.100 € nachweisen können.

Verwendungsbestätigung: Vorlage bis zum 31.03.2021

Im Anschluss an die Förderentscheidung und Auszahlung der Mittel ist die ordnungsgemäße Verwendung des Zuschusses mit einer Verwendungsbestätigung gegenüber dem NBMB zu erklären. Diese Verwendungsbestätigung ist im Zeitraum 1. Januar bis spätestens 31. März 2021 abzugeben, andernfalls sind die Mittel des Hilfsprogramms zurückzuzahlen. Das Formular für die Verwendungsbestätigung erhalten Sie von uns mit dem entsprechenden Förderentscheid.

Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass alle Unterlagen und Belege, die dem Antrag bzw. der Verwendungsbestätigung zu Grunde gelegt werden, 10 Jahre aufzubewahren sind. Auf Verlangen sind diese dem Nordbayerischen Musikbund vorzulegen. Gleiches gilt für den Fall einer nachträglichen Prüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Zuschussmittel durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst oder den Bayerischen Obersten Rechnungshof.

Hilfestellungen bei den Anträgen / Onlinesprechstunden

Alle wesentlichen Fragen zum Hilfsprogramm Laienmusik werden in den FAQs auf der Internetseite des Bayerischen Musikrates umfangreich beantwortet. Hier finden Sie die FAQs: https://www.bayerischer-musikrat.de/Foerderung/Hilfsprogramm%20Laienmusik%20Bayern

Als weitere Hilfestellung bei der Antragsstellung bietet die Geschäftsstelle am 19.10.2020 um 19:30 Uhr eine weitere Online-Sprechstunde an. Im Rahmen dieser Sprechstunde wird das Förderprogramm vorgestellt, die Antragsstellung erläutert sowie die Zuordnung der Musikerinnen und Musiker zu den jeweiligen Orchestern über die Vereinsverwaltung (light) erklärt. Selbstverständlich können dabei jederzeit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch Fragen gestellt werden.

Die Anmeldung erfolgt über den Kurs-Finder: https://www.kurs-finder.de/kurse/L20088

Die Zugangsdaten zur Online-Sprechstunde werden per Email versandt, die Sprechstunde findet über das Portal GoToMeeting statt, eine (etwas eingeschränkte) Teilnahme ist auch über Telefon möglich.

Telefonische Rückfragen

Die Bearbeitung, Bewilligung und Auszahlung des Hilfsprogrammes läuft für unsere Mitgliedsvereine ausschließlich über unsere Geschäftsstelle in Unterpleichfeld. Bei rund 850 möglichen Anträgen ist dies mit einem großen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden. Wir bitten daher, von telefonischen Rückfragen abzusehen und nach Möglichkeit an einer der angebotenen Onlinesprechstunden teilzunehmen. „Kleinere“ Fragen können Sie uns gerne auch per Email schicken. Wir werden bemüht sein, diese Anfragen kurzfristig zu beantworten.

 

Zum Schluss gilt unser Dank noch einmal der Bayerischen Staatsregierung, allen voran dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und Herrn Staatsminister Bernd Sibler. Das voraussichtliche Fördervolumen für die zuwendungsberechtigten Mitgliedsvereine im Nordbayerischen Musikbund beträgt rd. 1.500.000 € und damit rd. 15 % der in Bayern an die gesamte Laienmusik ausgezahlten Fördermittel. Damit können in den Vereinen zumindest einige Kosten bzw. entgangene Einnahmen auf Grund der Corona-Pandemie aufgefangen werden. Unser Dank gilt auch all denjenigen, die sich im Rahmen der nicht ganz einfachen Umsetzung des Förderprogrammes eingebracht haben.

 

Hinweis: In nachfolgendem beigefügten Dokument wurde am 09.07.2020 das "Muster für eine vereinsinterne Ermittlung bzw. späteren Nachweis der förderfähigen Kosten" auf Seite 6 aktualisiert.


Von: Geschäftsstelle, 08.07.2020

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